Seth-NL 8: Seth über die elektromagnetische Realität von Gedanken

Seth-NL 8: Seth über die elektromagnetische Realität von Gedanken

Liebe Seth-Leserin, lieber Seth-Leser

Vor kurzem haben wir das Seth-Buch Der magische Weg veröffentlicht. Die vielen positiven Feedbacks auf diesen Text freuen uns sehr und bestärken uns auch in der Absicht, weiteres Seth-Material zu veröffentlichen. Die Arbeiten an Band 1 von Die persönlichen Sitzungen gehen gut voran, und vielleicht schaffen wir es sogar, dieses Buch noch 2014 zu veröffentlichen. In der Zwischenzeit ist uns aber noch ein Text in die Hände gefallen, den Rob Butts 1995 über Der magische Weg und dessen lange Entstehungszeit geschrieben hat. Da dieser Text aber auch generell interessant ist, veröffentlichen wir nachträglich in dieser NL-Ausgabe eine Übersetzung.

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 Tam Mossman

Tam Mossman

Aus den U.S.A. hat uns die Nachricht erreicht, dass Tam Mossman im Mai dieses Jahres die physische Realität verlassen hat. Tam spielte eine entscheidende Rolle bei der Veröffentlichung des Seth-Materials in den 70er Jahren. Er war zum Beispiel mitverantwortlich dafür, dass nach Das Seth-Material das erste diktierte Seth-Buch - Gespräche mit Seth - auf den Markt kam, gab er Jane Roberts doch den nötigen Impuls dazu. Auch für alle späteren bei Prentice-Hall erschienenen Bücher von Jane Roberts und Seth fungierte er als Agent. Inspiriert von Jane und Seth, vertiefte er sich später selbst auch persönlich ins Thema Channeling und veröffentlichte 1992 ein Buch, das er selbst durch so genannt automatisches Schreiben gechannelt hatte: Answers from a grander Self. In den Jahren zuvor hatte er zudem die Vierteljahrszeitschrift Metapsychologyveröffentlicht, in der er die damals aktiven Channels - Orion, Orin, Bartholomew, Isaiah, Ra-El und wie sie sonst noch alle hießen - veröffentlichte und diskutierte, und natürlich fanden sich regelmäßig auch Seth-Texte in den Heften. Tam, wir wünschen Dir alles Gute auf deinem weiteren Weg!

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Kennen Sie die Situation, dass Sie mit jemandem über etwas ganz Belangloses sprechen und dann irgendwie plötzlich vom Seth-Material erzählen? Und dass Sie dann beinahe in einen Erklärungsnotstand kommen, wenn Ihr Gegenüber vielleicht fragt, worum es denn bei dieser Philosophie geht? Wir präsentieren Ihnen die Kerngedanken des Seth-Materials kurz und bündig.

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Das Hauptthema des Seth-Materials ist die Erschaffung der eigenen Realität. Seth spricht in vielen seiner Bücher darüber. Und auch an den ASW-Klassentreffen wurde seine Aussage "Du erschaffst deine eigene Realität" immer wieder heiß diskutiert. Seth gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern oft ganz konkrete Anweisungen, wie man diese Aussage auch wirklich in die Tat umsetzen kann. Ein Beispiel für eine solche Übung, die ohne großen zeitlichen und anderen Aufwand regelmäßig wirkungsvoll durchgeführt werden kann, zeigt der letzte Artikel dieser Newsletter-Ausgabe.

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 Im vorliegenden Newsletter finden Sie also Beiträge zu folgenden Themen:

1. Rob Butts' Gedanken über Der magische Weg

2. Die Kerngedanken der Seth-Philosophie

3. Seth über die elektromagnetische Realität von Gedanken und eine Übung

Wie immer mit den besten Grüßen, Ihr Seth-Verlag


ROB BUTTS GEDANKEN ÜBER DEN MAGISCHEN WEG

 

 Rob Butts

Rob Butts

Im Juli 1994 begann ich mit der Überarbeitung und Druckvorbereitung des Manuskripts von Der magische Weg, was letztlich fünf Monate beanspruchen sollte. Für ein Buch von Seth ist es relativ kurz, und als die physischen und psychischen Tage einer nach dem anderen verstrichen und zu Wochen wurden, begann ich mich zu fragen, warum die Arbeit am Buch so lange dauerte, denn dieser Umstand verunsicherte mich mehr und mehr.

Idealerweise und ungeduldig wie ich war, wollte ich, dass das Buch im gleichen Moment veröffentlicht war, wie ich daran dachte! Ich konnte mich auch nicht mehr richtig aufs Malen konzentrieren, so dass ich schließlich ganz damit aufhörte.

Aber das war noch nicht alles. Ich erkannte endlich, dass ein guter Teil meiner Empfindlichkeit vom Umstand herrührte, dass ich so intensiv an Der magische Weg arbeiten musste, Wort für Wort und Seite für Seite noch einmal und immer wieder durchgehen und neues Material hinzufügen musste, wo es offensichtlich fehlte. All dies versetzte mich in die Zeit vor Janes Tod zehn Jahre zuvor zurück, in all diese Jahre, in denen wir so lange und hart und so eng zusammen gearbeitet hatten.

Im Sinne von Seths Konzept der simultanen Zeit besuchte ich unsere Vergangenheit und reagierte auf sie. Ich hatte Angst gehabt, all jene Erinnerungen und Gefühle wieder aufzuwühlen. Sie waren so lebendig wie eh und je! Ich fühlte die zeitlose Anziehungskraft von Janes und meiner "Vergangenheit".

Es gab immer wieder Verzögerungen betreffend des Veröffentlichungsdatums, was mir große Sorgen machte. Aber trotz allem war es für mich faszinierend zu sehen, wie Der magische Weg ganz langsam schließlich dennoch Form annahm.

Während Jane mit Seth an Band 2 von Träume, "Evolution" und Werterfüllung arbeitete, nahmen sich die beiden vom 6. August 1980 bis zum 15. Oktober 1980 zusätzlich die Zeit, die 17 Sitzungen für Der magische Weg zu produzieren. Jane starb vier Jahre später. Ich schrieb ein Vorwort für das Buch, in dem ich ganz sachlich zu beschreiben versuchte, warum ich so lange gebraucht hatte - zehn Jahre und vier Monate -, um das Buch nach Janes Tod zu veröffentlichen.

Ich schrieb, dass ich auf bewusste Weise all jene psychischen Verästelungen, die bei dieser langen Verzögerung eine Rolle spielten, nicht verstand. Und bis auf die wenigen Hinweise in diesem Text verstehe ich sie noch immer nicht. Doch ich fühle, dass hier noch viel mehr Dinge eine Rolle spielen - Dinge, die Teil jenes Mysteriums des Lebens sind, das wir alle uns ausgesucht haben, um uns damit auseinanderzusetzen, auf welche Weise auch immer.

Ich kann behaupten, dass meine Psyche die ganze Zeit über die Gründe dafür kannte, warum sich alle diese Verzögerungen ergaben - aber eigentlich sollte ich das Wort "Verzögerungen" überhaupt nicht gebrauchen. Vielmehr sollte ich sagen, dass ich auf gewissen verborgenen, aber sehr kreativen Ebenen in einem Zustand der Vorbereitung war, um das Buch schließlich zu veröffentlichen; dass innerhalb einer größeren und geheimnisvolleren Perspektive das Konzept der "Zeit", an dem ich so zu nagen hatte, überhaupt nicht wichtig war.

Ganz in diesem Sinne fühle ich, dass Jane aus ihren eigenen kreativen Gründen mit dieser langen Vorbereitungszeit bis zur Veröffentlichung des Buches einverstanden war und dass sie meine menschlichen Anstrengungen, die ich an den Tag legte, mit viel mehr Humor beobachtete. Woher kommt es, dass wir unter gewöhnlichen Umständen so große Probleme haben, in die Zukunft zu blicken, wenn im Nachhinein alles so klar und sogar absurd einfach erscheint, ist die Situation einmal gelöst?

Natürlich musste ich nach Janes Tod erst einmal zu Ruhe kommen, um darüber nachdenken zu können, ob ich weiterhin Bücher veröffentlichen oder es wenigstens versuchen sollte. Ich musste herausfinden, ob mein physisches Leben und mein Wille stark genug wären. Wie das schließlich jeder von uns muss! Obwohl ich noch immer jeden Tag um sie weinte, so vergrub ich mich doch auch in die Arbeit, nachdem Jane am 8. September 1984 gestorben war. Ich arbeitete mit vielen Aspekten von Janes und Seths Material und erlebte zahlreiche missglückte Veröffentlichungsversuche. In Anbetracht dessen, was ich heute weiß, ist es leicht zu sagen, dass ich mich unbewusst, psychisch, der Herausgabe von Büchern, Veröffent-lichungsfristen und der Öffentlichkeit noch nicht aussetzen wollte - nicht, bevor ich mit Hilfe meiner Agentin bereit war, Erfolg zu haben.

Obwohl ich nach Janes Tod nur wenige Freunde persönlich traf, beantwortete ich mehrere Tausend Briefe. Ich begann zu joggen, was ich schon immer wollte, denn ich hatte am Laufen immer Spaß gehabt. Ich verbrachte Jahre damit, unser Werk für die Yale-Universität zu kopieren - ein Unternehmen, das noch immer andauert. Ich arbeitete an langen biographischen Texten. Ich sorgte mich um unsere beiden Katzen Billy und Mitzi, jene Wesen, die Jane so geliebt hatte und an denen ich so sehr hing. Ich kümmerte mich um die Hauspflanzen, streute jeden Morgen Vogelfutter in die Einfahrt und fütterte hie und da die Hunde meiner Nachbarn.

Mein Freund Bob Terrio produzierte und veröffentlichte den Film Das Seth-Phänomen, in welchem ich über Janes und meine Arbeit sprach. Und ich begann mit der Planung der Herausgabe von Die frühen Sitzungen. Und ja, ich malte wieder. Ich malte Bilder von Menschen, die mir ohne Modelle in den Sinn kamen, manchmal in Träumen und Visionen, und nach und nach begriff ich, dass es sich bei ihnen um Personen handelte, die ich in "vergangenen" Leben gekannt hatte. Bei einigen fühle ich auch, dass es sich um "zukünftige" Menschen handelt. Ich malte zudem mehrere Bilder von Jane, so wie sie mir nach ihrem Tod in Träumen erschienen war. Aber ich malte nur zwei Selbstporträts in der Zeit bis zur Veröffentlichung von Der magische Weg.

Obwohl ich eine beglückende Freiheit verspürte, während ich meine "Köpfe" malte, fragte ich mich oft, was ich hiermit zu erreichen versuchte. Was für einen Sinne hatte es, "Leute" zu malen, die gar nicht existierten? Wer würde zum Beispiel ein solches Bild in einer Galerie kaufen, auf dem ein Fremder zu sehen ist, der einen die ganze Zeit anstarrt?

Die Wahrheit ist, dass ich meine Kunst als so privat und persönlich betrachtete, dass ich gar keine Lust hatte, sie zu veröffentlichen oder zu verkaufen. Neben diesen Bildern malte ich auch die Buchumschläge für die Neuauflage aller Seth-Bücher, die bei Amber Allen erscheinen würden.

Die Monate, die ich für die Textarbeit an diesem Buch verbrachte und somit keine Zeit hatte um zu malen, verstärkten mein Verständnis dafür, dass ich beinahe die Bewusstseinseigenschaft genannt "Zeit" zu vergöttern begonnen hatte, indem ich dachte, dass ich mit meinen 75 Jahren nur noch wenig davon übrig hatte und soviel davon wie möglich meiner Kunst widmen sollte. So sehr ich auch das kreative Geheimnis von Janes Arbeit würdigte, so fürchtete ich mich auch halb davor, nach ihrem Tod voll in sie einzutauchen, weil ich meinen eigenen künstlerischen Fokus nicht aus den Augen verlieren wollte. Aber die Arbeit an Der magische Weg inspirierte mich auch und ließ und lässt mich mein eigenes, mir immer noch nicht ganz klares Potential als Künstler besser erkennen, und ich möchte es so gut ich nur kann umsetzen.

Ich möchte aber keinesfalls den Eindruck von Selbstmitleid erwecken, wenn ich hier den langen Weg zu Der magische Weg schildere, oder dass ich so sehr in der Vergangenheit "stecke", dass ich mich nicht mehr an die gegenwärtige Realität anpassen könnte, an deren Erschaffung ich natürlich mitbeteiligt bin. Es ist nur, dass ich mit diesen neuen Herausforderungen auf meine eigene ganz persönliche Art und Weise kämpfen musste und dass ich zu meiner Überraschung entdeckte, dass diese Herausforderungen sehr groß waren.

Und was hält Jane wohl von der ganzen Sache? Wie schon früher erwähnt, spüre ich ihrerseits viel Humor, wenn sie von dort, "wo sie jetzt ist", zu mir blickt, während sie damit beschäftigt ist, ihre eigene neue Realität zu erschaffen. Und wenn ich zu Zeiten auch frustriert war und mich verloren fühlte, so spürte ich doch auch immer wieder, wie sie mich auf meinem magischen Weg ermutigend sanft anschubste.

Ich sehe die Veröffentlichung von Der magische Weg als für Jane sehr wichtig an, da sie mich gebeten hatte, so viel wie möglich von ihrem Werk zu veröffentlichen. Meine Lebensreise seit ihrem Tod 1984 war für mich eine große Herausforderung. Ich wurde aber auch vom Zuspruch und den aufmunternden Worten von Ihnen, den Seth-Lesern und -Leserinnen, immer wieder motiviert weiterzumachen. Diese positiven Gefühle waren - und sind - für Jane und mich viel wichtiger, als Sie sich vorstellen können. Sie sind für uns beide kreativer Lebenssaft. Ich weiß, dass meine Frau lebt und in ihrer Realität zu erschaffen fortfährt. Ich danke Ihnen allen für Ihre Hilfe und hoffe, dass ich Ihnen in Janes und meinem Namen mit dem Buch Der magische Weg ebenfalls etwas zurückgeben kann.

Herzlich, Rob

(c) Seth-Verlag


DIE KERNGEDANKEN DES SETH-MATERIALS

1. Wir erschaffen unsere eigene Realität aufgrund unserer Überzeugungen/Glaubenssätze, und daher können wir verändern, was uns nicht gefällt.

2. Wir sind multidimensionale Wesen, die viele Ebenen bewohnen und die ewig existieren, während wir uns zu immer kreativeren und erfüllteren Individuen entwickeln.

3. Die Absicht des Universums ist gut; Böses und Zerstörung existieren im Grunde nicht. Beweise für das scheinbar Böse in der Welt erscheinen vor unseren Sinnen, um uns die Konsequenzen unserer Überzeugungen über die Welt erkennen zu lassen, aber wir werden aus dieser Traurigkeit aufwachen, so wie wir aus einem schlechten Traum aufwachen, und dann werden wir uns einmal mehr der Liebe und Güte von Allem-Was-Ist bewusst.

4. Wir leben unser Leben, um uns zu erfreuen – unseren Geist, unseren Verstand und unseren Körper. „Wenn etwas keinen Spaß mehr macht, dann hör‘ auf damit!“

5. Indem wir unsere Impulse anerkennen und ihnen, wann immer möglich, folgen, können wir den Sinn unseres Lebens erkennen und lernen, wie wir handeln müssen, um das Wohl sowohl von uns selbst als auch der Welt zu fördern. Unsere Schwierigkeiten entstehen aufgrund unseres Misstrauens und aufgrund der Unterdrückung dieser lebenswichtigen Anweisungen, die uns von unserem inneren Selbst geschickt werden.

6. Der bewusste Geist einer jeden Person und ihre/seine Intuition sind gleich wichtig für ihr/sein Wohlbefinden.

7. Es ist natürlich, bisexuell zu sein. Heterosexualität und Homosexualität sind gleich wertvolle und gültige sexuelle Ausrichtungen.

8. Es gibt nur eine falsche Tat, die eine Person vollführen kann: Gewalt gegen sich selbst oder ein anderes Wesen auszuüben.

9. Es gibt keine Autorität, die über dem inneren Selbst eines Menschen steht, das ihn leitet. Seths Worte sind lediglich ein Versuch, uns Wissen vor Augen zu führen, das wir ignorieren, wenn es aus unserer eigenen Psyche kommt.


SETH ÜBER DIE ELEKTROMAGNETISCHE REALITÄT VON GEDANKEN, UND EINE ÜBUNG

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Eure Gedanken haben eine elektromagnetische Realität. Ihr müsst erkennen, dass dies stimmt, oder der Rest dessen, was ich sage, wird sich tatsächlich wie übertrieben optimistischer Unsinn anhören.

Wenn ihr zum Beispiel an Fülle und Reichtum denkt, dann ziehen diese Gedanken wie ein Magnet Fülle und Reichtum an. Für eine Weile werdet ihr euch, während ihr zum Beispiel eure Glaubenssätze verändert, in einer Phase sehen, in der ihr glaubt, euch etwas vorzumachen. Ihr sagt: „Ich bin von Reichtum und Überfluss umgeben“, und gleichzeitig schaut ihr euch um und seht, dass ihr noch immer arm seid. Und ihr denkt: „Das ist doch alles Mist!“

Aber ihr brauchtet auch Zeit, um eure Glaubenssätze bis zum Zustand eurer gegenwärtigen Existenz aufzubauen, und daher kann es, in eurem Sinne, eine Verzögerung geben, bevor eure neuen Glaubenssätze Reichtum zu euch hinziehen. Aber eure physische Erfahrung folgt stets euren Gedanken. Und ihr könnt die Erfahrung nicht verändern, ohne nicht zuerst eure Gedanken zu verändern.

Nun, es bringt nichts, zwei Dinge gleichzeitig zu glauben. Daher macht ihr Folgendes. Ihr sagt: „Ich werde mit dieser Vorstellung einmal spielen. Ich werde zugestehen, dass es möglich sein könnte, dass meine Gedanken über Geld die Ursache meines Mangels daran sind. Und so, zum Teufel noch mal, werde ich ein paar Mal am Tag so tun, als ob ich von Reichtum umgeben bin, und ich werde mir im Geist die Dinge vorstellen, die ich möchte. Falls es nicht funktioniert, habe ich nichts verloren, aber falls es funktioniert, habe ich viel gewonnen!“

Versucht das also für einige Wochen, und jedes Mal, wenn ihr es tut, wird der Gedanke ein bisschen möglicher, ein bisschen realer. Und in der Zwischenzeit verändern diese Gedanken die Glaubenssätze, die ihr hattet. Sie werden sie zumindest ausgleichen. Und sie beginnen, Reichtum zu euch hinzuziehen. Es gibt keinen anderen Weg, eure physische Realität zu verändern, als dass ihr eure Gedanken verändert.

Ich habe euch das gerade gesagt, damit ihr erkennt, dass ihr nichts zu verlieren habt, sondern nur gewinnen könnt. Ich habe das einfach gesagt, um euch einen Puffer zu geben, denn ihr könnt nicht sofort anfangen zu kontrollieren; ihr könnt damit nicht anfangen und dann gleich kontrollieren und sagen: „Warte mal. Ich mach das jetzt schon seit fünf Minuten – wo ist also das Geld?“

Aber ich sage euch auch, dass, wenn ihr euren Glaubenssatz im Bruchteil einer Sekunde mit genügend Kraft und Intensität verändert und sozusagen im Flug kehrtmacht, sich die Resultate dann auch unmittelbar einstellen können.

Überall um euch herum ist Überfluss. Er ist die Sonne! Er ist der Regen! Nun, ihr betrachtet diese Dinge als natürlich und gut. Aber Reichtum, auf welche Art ihr den Begriff auch immer übersetzt, ist auch ein Teil eurer natürlichen Welt. Und daher ist es kein guter Glaubenssatz, wenn ihr den einen Teil der Natur akzeptiert und den anderen nicht.

Ihr SEID! Euer Sein IST! Ihr seid ein Teil von Allem-Was-Ist. Daher habt ihr ein Recht auf Reichtum, wie auch die Blume ein Recht auf Sonne hat. In menschlichem Sinne gibt es viele Arten von Reichtum, und sie gehören alle euch. Ihr müsst erkennen, dass ihr eure Existenz nicht rechtfertigen müsst. Weil ihr SEID, habt ihr das Recht auf den Reichtum der Natur, auf welche Weise ihr ihn auch immer für euch transformiert oder übersetzt.

Und ihr alle müsst erkennen, dass eure Erfahrungen ihren Ursprung im Innern haben. Und eure freudevollen Gedanken bringen Freude, und eure Gedanken an Reichtum bringen Reichtum und Gedanken an Einschränkungen bringen Einschränkungen.

Wie ich euch immer und immer wieder gesagt habe, erschafft ihr, IHR, alles im Bezugssystem eurer Realität entsprechend euren Glaubenssätzen. Auf jeder Stufe akzeptiert ihr eure Glaubenssätze immer als Realität, und daher funktionieren sie natürlich auch für euch.

Wenn ihr für einen Augenblick den Gedanken, dass eure Glaubenssätze die Realität sind, aufgeben könntet, dann könntet ihr fühlen, wie eure Glaubenssätze die euch bekannte Realität hervorbringen – wie sie von euch ausgehen und in eure Erfahrung das euch bekannte tägliche persönliche Leben anziehen. Wenn ihr glaubt, dass ihr bestimmte Nahrungsmittel essen müsst, dann esst ihr sie besser. Wenn ihr glaubt, dass Rauchen schlecht für euch ist, dann lasst ihr es besser bleiben. Wenn ihr glaubt, dass Nadeln euch retten werden, dann werden sie euch retten. Aber in jedem Fall, ob in Gesundheit oder Krankheit, in Freude oder Leid, in Armut oder Reichtum, formen eure Glaubenssätze eure Realität.

(c) Seth-Verlag