NL1-10Maurizio Vogrig

Seth-NL 1: Das Seth-Phänomen und Seths magischer Weg

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Seth-NL 1: Das Seth-Phänomen und Seths magischer Weg

Liebe Seth-Leserinnnen, liebe Seth-Leser

Sie haben diesen Newsletter erhalten, weil Sie sich angemeldet oder bei uns schon einmal Bücher bestellt haben und wir von unseren Kundinnen und Kunden oft gebeten werden, sie über Neuveröffentlichungen im Seth-Verlag zu informieren. Diesem Anliegen kommen wir sehr gerne entgegen und möchten dies in Form eines Newsletters tun.

In unserem Newsletter wollen wir aber nicht nur von aktuellen und geplanten Projekten berichten, sondern vielmehr unseren Leserinnen und Lesern auch vorab und exklusiv Leseproben zur Verfügung stellen und auch sonst über interessante Themen berichten, die mit dem Seth-Material zu tun haben.

Wir freuen uns, Ihnen in dieser Ausgabe gleich 2 Projekte vorstellen zu können - ein bereits veröffentlichtes und eines, das in den nächsten Monaten erscheinen wird.

Beim ersten handelt es sich um die DVD "Das Seth-Phänomen". In diesem 70-minütigen Dokumentarfilm von Bob Terrio erzählt Rob Butts anhand von Bildern, Fotos und Filmausschnitten, wie das Seth-Material entstand und welchen Einfluss es auf sein und Janes Leben hatte. Dieses spannende Dokument wirft nochmals einen ganz neuen Blick auf das Seth-Phänomen. Einen Trailer dieses Films können Sie sich ansehen, wenn Sie das folgende Bild anklicken.

Beim zweiten Projekt handelt es sich um das Buch SETHS MAGISCHER WEG von Jane Roberts. Es trägt den Untertitel SETH SPRICHT ÜBER DIE KUNST EINES KREATIVEN LEBENS.

In diesem wunderbaren Seth-Buch, das Rob Butts 1995 veröffentlichte und für das Jane Roberts viele Jahre zuvor noch die Einführung geschrieben hatte, spricht Seth unter anderem über:

- Fließbandzeit versus natürliche, kreative Zeit.
- Rationaler Geist versus künstlerischer Geist.
- Der rationale Weg.
- Wissenschaftliche, steinharte Realität.
- Der Intellekt und der magische Weg.
- Der Mensch und andere Spezies.
- Fehler als korrigierende Aktionen.
- Wunsch und Aktion.
- Die Kombination des magischen Weges und des so genannt rationalen Weges.
- Tiere und Vernunft.
- Der Intellekt als kulturelles Artefakt.
- Die Erschaffung der eigenen Erfahrung.
- Die Natur als Hüterin des Menschen.
- Natürliches magisches Denken und Vertrauen.
- Glaubenssatzsysteme...

...und viele weitere faszinierende Themen.

Dieses Buch ist zur Zeit noch in Arbeit, aber wir möchten Ihnen trotzdem schon einen Einblick gewähren und präsentieren Ihnen daher bereits das Vorwort von Jane Roberts zum Seth-Buch DER MAGISCHE WEG.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Newsletter gefallen hat. Falls Sie kein Interesse an weiteren Nachrichten aus dem Seth-Verlag haben, klicken Sie einfach ganz unten auf der Seite auf "Abmelden".

Herzliche Grüße, Ihr Seth-Verlag


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EINFÜHRUNG

Ein Tag, an dem Magie lebendig wird

VON JANE ROBERTS

Zweimal wöchentlich gehe ich abends in Trance, während unsere Nachbarn ins Kino oder ins Einkaufszentrum gehen oder einfach zusammen mit Freunden fernsehen, und – wie die meisten meiner Leserinnen und Leser wissen –, „werde“ ich zu Seth und nehme eine Art Zweitleben an, oder ein Leben innerhalb eines Lebens. Die Sitzungen dauern für gewöhnlich eine bis drei Stunden, so dass ich annehme, dass die meisten Leute einiges mehr an Zeit für Tennis oder Golf aufwenden.

Rob und ich haben normalerweise aber kein direktes Publikum (auf alle Fälle keines, das wir sehen könnten), und diese wenigen Stunden in Trance haben auf meinen Mann und mich – und auf die Welt – eine Wirkung, die außerhalb des Kontextes der tatsächlich vergangenen Zeit steht.

Als Seth habe ich bereits fünf Bücher geschrieben: Gespräche mit Seth, Die Natur der persönlichen Realität; Seth und die Wirklichkeit der Psyche, Bände I und II, Die Natur der Psyche und Individuum und Massenschicksal, und Seth hat schon fast die Hälfte eines sechsten Buches fertiggestellt: Träume, „Evolution“ und Werterfüllung. Und all dies neben meinen eigenen zwölf Büchern. Aber Seth beantwortet keine Post und er tippt auch nichts ab, so dass Rob und ich als Folge jener Trancestunden einen guten Teil unserer bewussten Energie auf die eine oder andere Art für die Auswirkungen jenes Trancelebens einsetzen.

Im Sommer 1980 ließ ich die Sethsitzungen beinahe zwei Monate ausfallen. Ich war mit den Abschlussarbeiten eines meiner eigenen Bücher – Der Gott von Jane – beschäftigt. Rob bereitete Seths Individuum und Massenschicksal für die Veröffentlichung vor. Wir hatten mit den gleichen Ereignissen während jener Juni- und Juli-Monate wie die meisten anderen Menschen zu tun – mit den Tagen und Nächten, die viel heißer als sonst waren, mit der Dürre in Teilen des Staates New York, die unser Gebiet gerade noch berührte, mit den TV-Dramen, während denen die politischen Parteien an ihren Tagungen stritten und planten. In manchen Nächten waren die zirpenden Insekten im kleinen Wäldchen hinter dem Haus lauter als die Geräusche unseres Fernsehers. Die gleiche Hitze, die mich aufgrund eines Gefühl des Unwohlseins aufstöhnen ließ, verwandelte Rob in eine Art Südseebewohner. In seiner abgeschnittenen Denim-Jeans sah er supercool aus; sein langes Haar hatte sich zu natürlichen Locken gekräuselt, sein leichter und zäher Körper schien in der Hitze zu strahlen, während sich mein leichter und zäher Körper in eine Art Schwamm verwandelte, der mir zusätzliche fünf Kilos an Müdigkeit zu bescheren schien.

Nach Der Gott von Jane stand nicht sofort ein weiteres Projekt an. In der Zwischenzeit hatte ich die siebzehn Kapitel meines unvollendeten Romans Überseele Sieben und das Museum der Zeit gelesen und Notizensammlungen für mögliche Bücher durchgesehen, aber nichts davon reizte mich wirklich. Ich bat mein „natürliches spontanes Selbst“ um Ideen, und am 5. August 1980 träumte ich, dass ein fahrender Lieferwagen, in dem ich saß, selbst wiederum von einem anderen größeren Wagen gezogen wurde. Es gab irgendeine Zankerei um die Sitzordnung, die schließlich gelöst wurde. Ich interpretierte das so, dass ich in Kürze wieder kreativ unterwegs wäre. Um bereit zu sein, bat ich Rob, mir zu helfen, alle meine Schreibutensilien aus dem kleinen, luftigen Durchgang, in welchem ich Der Gott von Jane beendet hatte, in das neue, nach hinten gelegene Verandazimmer zu bringen, sozusagen als Zeichen dafür, dass ich bereit war, etwas Neues anzufangen.

So saß ich also am 6. August im Verandazimmer mit frischem Papier, frischem Schreibmaschinenband und einem hoffentlich frischen Geist und sah meine Interpretationen von Robs jüngsten Träumen durch. Es war ein sehr heißer Augustnachmittag. Die Teilchen des Weltenpuzzles fielen sauber an ihren richtigen Platz. Die Momentaufnahmen verlinkten sich so, wie sie es immer taten, und jeder Augenblick ging nahtlos in den nächsten über. Die Bewegungen schien völlig äußerlich zu sein, vom zu warmen Wind, der von den Hügeln in mein kleines Studio blies, bis zu den Schatten der vorüber fliegenden Blätter, die über den Boden wirbelten.

Ich blickte auf eine von mehreren Notizseiten, die Rob geschrieben hatte. Am Mittagstisch hatte ich erzählt, dass einer unserer Briefeschreiber „Sofort-Magie“ wollte, und aufgrund meines Kommentars hatte Rob ein paar Notizen gemacht. Als ich begann, diese Notizen aufs Geratewohl zu lesen, fiel mir folgender Abschnitt in die Augen… Rob hatte geschrieben:

Was wir als Magie bezeichnen, repräsentiert oder widerspiegelt einen grundlegenden Teil unseres natürlichen Erbes… Wir lassen verzerrte Versionen psychischer Eigenschaften zu – hellsichtige, telepathische und präkognitive Fähigkeiten –, die als Magie in Erscheinung treten.

Etwas in seinen Worten berührte mich auf unbekannte Weise. Rob und ich sprachen oft über solche Themen. Er pflegte zu sagen, dass wir in „Magie“ eingetaucht seien, egal, als was wir sie auch immer bezeichneten, dass Manifestationen von Telepathie und so weiter lediglich Ereignisse seien, bei denen sich unsere Magie „zeigte“. Aus irgendeinem Grund hörte ich auf zu lesen… Ich fühlte mich inspiriert. Vielmehr noch fühlte ich, wie sich eine innere psychologische Bewegung bemerkbar machte – eine Bewegung, die so deutlich und dennoch so fein wie die Schatten war, die auf dem Boden flimmerten. Eine Veränderung des Gleichgewichts – eine lebhafte, aber für gewöhnlich verborgene psychische Aktion, die mich und den Nachmittag unmittelbar veränderte.

Als ich das Gefühl der Inspiration erkannte, blickte ich zur Küche hinüber. Der Anblick des Tisches und meine Sicht auf den vorderen Eingang mit dem grünen Blattwerk, das durch die geöffnete Tür hereinragte, weckte meine Fantasie. Ich dachte daran, ein weiteres Bild dieser Szenerie zu malen. Ich hatte seit Monaten nicht mehr gemalt. Dann dachte ich daran, Rob zu bitten, ein Foto des Tischbereichs zu machen, so dass ich ihn später malen könnte. Keine zwei Minuten vergingen, als Rob plötzlich mit seiner Kamera an meiner Tür stand! Vor einigen Monaten hatte er sich eine Blitzlichtausrüstung gekauft, sie aber noch nicht ausprobiert. Nun sagte er mir, dass er noch ein Bild übrig habe, das er für einen Schnappschuss von mir brauchen wollte.
Er war am anderen Hausende mit der Kamera beschäftigt gewesen. In keiner Weise, sagte ich mir, hätte ich physisch irgendetwas von seinen Aktivitäten wahrnehmen können. Aber hier stand er, mit Kamera und allem.

Meine Gefühle „klickten“; der Vorfall war wichtig; und er schien sich zu perfekt und verheißungsvoll in die eben vergangenen Geschehnisse einzufügen, als ob er sagen wollte: „Ja, ihr handelt wirklich auf magische Weise“… und dies ist ein Beispiel dafür, wie jene Wahrnehmungen funktionieren. Wäre Rob an jenem Punkt nicht aufgetaucht, hätte ich nicht gewusst, dass mein Gedanke an Kameras irgendetwas mit seinen gleichzeitigen Gedanken oder Aktivitäten zu tun gehabt hatte. Wie oft bezogen sich also unsere Gedanken auf die eine oder andere Weise auf die Gedanken anderer?

Ich erzählte Rob, woran ich gedacht hatte, kurz bevor er hereingekommen war. Ich interpretiere dies so, dass ich mich aufgrund meines Bewusstseinszustandes, nachdem ich Robs Träume interpretiert und seine Notizen gelesen hatte, in einem besonderen Einklang mit ihm oder seinem Bewusstseinszustand befand, was die innere Kommunikation erleichtert hatte. Wir sprachen darüber.

Plötzlich überfiel mich eine ganze Fülle von Gedanken, die ich bezüglich dieser… „magischen Einstellung“, über die Rob gerade sprach, aufschreiben wollte. Seths „Bezugssystem 2“ wäre dann natürlich dieser magische Bereich, dachte ich. Aber außer dem Beginn jenes Teils von Seths Material war Bezugssystem 24 emotionell nie wirklich zu mir durchgedrungen. Aber irgendwie taten dies Robs Notizen, oder vielleicht war ich einfach bereit. Die magische Einstellung auf die Realität würde auch intellektuelle Aktivitäten umfassen. Das war zwar selbstverständlich, aber auch die Einstellung zum Leben wäre völlig anders; die Art, mit Problemen oder gesundheitlichen Beschwerden umzugehen; Ziele zu erreichen und so weiter – alles wäre völlig anders. Der Ausdruck „Aktion“ würde dann auch etwas völlig anderes bedeuten.

Robs Notizen halfen mir zu verstehen, dass all dies nicht so fremd war, wie für gewöhnlich angenommen. Die magische Einstellung mag zwar mit unserem Training in dieser und den meisten anderen gegenwärtigen Kulturen in Widerspruch stehen. Aber sie wäre ein Teil unserer natürlichen Art, die Welt zu betrachten – einer Art, die von unserem Glauben an die „rationale“ Art und Weise, Dinge zu tun, verdrängt worden war. Jene Art und Weise stellte sich übrigens als gar nicht so rational dar. Aber ich dachte, dass es im Leben eines jeden Menschen Dinge geben musste, die als Eckpfeiler, als eine Art magische Orientierung dienen konnten…

Ich nahm den Ventilator ins Schlafzimmer, den kühlsten Raum im Haus, setzte mich auf den Bettrand und begann, meine Gefühle über Robs Notizen und die Kamerageschichte aufzuschreiben – und auch darüber, was ich die magische Verbindung nannte.

Hitze oder nicht – ich musste einfach bemerken, dass der Raum scheinbar in Grün getaucht schien – die Blätter zitterten und die Tanne stand so nah am Fenster, dass ein Ast herein wachsen könnte, ließe man nur lange genug das Fenster offen.

Während ich schrieb, schnurrte der Ventilator und wirbelte die Luft zu meiner Haut, während die grünen Blätter mir zuzwinkerten – und schließlich fühlte ich, wie sich in mir langsam eine Trance aufzubauen begann. Ich wusste, dass Seth an jenem Abend die Sitzungen wieder aufnehmen würde – sofern ich das wollte…

Ich lächelte. Und ob ich das wollte! Aber nach der zweimonatigen Pause war ich auch etwas nervös, was nach längeren „Tranceferien“ immer der Fall war. Angenommen – nur mal angenommen – ich könnte nicht wieder damit anfangen oder ich würde diese Gabe genauso schnell verlieren, wie ich sie 17 Jahre zuvor plötzlich bekommen hatte. Was wäre, wenn Seth nur Kauderwelsch hervorbringen würde? Eigentlich machte ich mir nicht wirklich Sorgen, dass so etwas geschehen könnte, aber trotzdem war mir auf ängstliche Weise bewusst, dass dies immerhin möglich wäre. „Unsinn“, murmelte ich, „das ist nur die Hitze!“ Denn ich wusste, dass Seth über die magische „Verbindung“ sprechen würde. Ich brachte ein weiteres Lächeln zustande – und wer sollte auch mehr über „Magie“ wissen als Seth? War er nicht auch auf magische Weise erschienen?

Um 16 Uhr betrug die Temperatur noch immer 33 Grad, und ich dachte schon daran, die Sitzung zu verschieben. Rob und ich legten uns jedoch für eine Stunde aufs Ohr und nahmen dann unser Abendessen am Kaffeetisch ein, während wir uns die Nachrichten anschauten. Ich rutschte die ganze Zeit herum im Versuch, mir es so angenehm wie möglich zu machen, während Rob, der „so kühl wie eine Gurke“ war, meinte, was es doch für ein großartiger Tag gewesen sei. Und schließlich, kurz nach 20.30 Uhr, fühlte ich die Anwesenheit Seths.

Es war in Ordnung. Nach der langen Pause war Seth wieder da, und zwar psychologisch so souverän wie immer (und bereits zum über tausendsten Mal). An der Schwelle meines Geistes begannen sich jene „psychischen Zahnräder“ zu drehen. Rob war mit seinem Notizblock und Schreibstift bereit. Ich nippte an meinem eisgekühlten Wein. Der Ventilator schnurrte. Durch die offenen Türen und Fenster strömte eine leicht kühle Brise herein. Dann setzte ich meine Brille ab, „verwandelte mich“ in Seth und begann zu sprechen. Nackte Beine stützten sich auf dem Kaffeetisch ab, an dem Rob mit seinem Stift bereit saß, und die Sitzung begann.

(c) Seth-Verlag