NL11-20Maurizio Vogrig

Seth-NL 13: Glaubenssätze auspendeln, und Seth über das Jenseits

NL11-20Maurizio Vogrig
Seth-NL 13: Glaubenssätze auspendeln, und Seth über das Jenseits

Liebe Seth-Leserinnen und -Leser

Dieser Newsletter befasst sich im Hauptbeitrag mit dem Thema des Pendelns. Sie haben richtig gelesen: Pendeln. Seth - und Pendeln? Ist das noch seriös? Gehört dieses Thema nicht eher auf die einschlägigen Anzeigeseiten obskurer esoterischer Zeitschriften oder an kuriose Esoterikmessen?

Bei ihren metaphysischen / parapsychischen Forschungen kannten Jane Roberts und Robert Butts keinerlei Berührungsängste. Falls sie gegenüber einem bestimmten Thema aus diesem Bereich gemischte Gefühle hegten, legten sie diese vorerst einmal ab, um sich auf ganz praktische Art und Weise damit auseinanderzusetzen und sich ein eigenes Bild zu verschaffen. Mit dem Pendel befassten Jane und Rob sich allerdings erst, nachdem die Seth-Sitzungen bereits eingesetzt hatten.

Nach Jane Roberts' metaphysischer Initialerfahrung in den frühen 1960er-Jahren, die zum Manuskript Das Universum als physische Gedankenkonstruktion führte, begannen sich Jane und Rob ernsthaft für parapsychische Phänomene zu interessieren. Ihre Arbeit resultierte schließlich in Janes erstem metaphysischen Buch How to Develop your ESP Power (in Deutsch erschienen als Der Weg zu Seth), in dem zahlreiche Experimente beschrieben werden, welche die eigenen ASW-Kräfte entwickeln sollen, Experimente mit dem Ouija-Brett, mit Psy-Zeit, Träumen, Telepathie, Trancezuständen usw. Über das Pendeln spricht Jane in diesem Buch aber noch nicht.

Eine erste kurze Bemerkung darüber findet sich in Sitzung 40 vom 1. April 1964. Jane muss kurz davor mit ihren Pendelversuchen angefangen haben, denn Seth sagt bei dieser Gelegenheit: "Ich würde gerne eine kurze Bemerkung zu Ruburts (Janes) Versuchen mit dem Pendel machen. Bei ernsthaften Angelegenheiten, die eure gegenwärtige Zeit betreffen, was in einem bestimmten Moment geschieht, kann auf das Pendel als  Übermittler gültiger, vom Unterbewusstsein stammender Informationen gezählt werden. Das Pendelreagiert auf die unbewusste muskuläre Sprache und übermittelt Antworten, die vom Unterbewusstsein stammen." (Siehe Band 1 Die frühen Sitzungen, S. 459.) Wie Jane damals zum Pendeln kam, ist nicht ganz klar, und auch in ihren persönlichen Aufzeichnungen finden sich hierzu keine Angaben.

Auf Seths Zuspruch hin wird das Pendeln aber sowohl für Jane als  auch für Rob in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Instrument, das sie beinahe täglich nutzen, um mit ihrem Unterbewusstsein in Kontakt zu treten. So liest man in Robs Anmerkungen in Sitzung 59 vom 3. Juni 1964 (Die frühen Sitzungen, Band 2): "Während der (Sitzungs-)Pause nahm sie (Jane) nun das Pendel, um ihrem Unterbewusstsein einige Fragen über den Grund der Geschwulst zu stellen." Und nach der Pause meint Seth: "Ruburt soll das Pendel ruhig brauchen. Es geht hier um etwas, das nichts mit mir zu tun hat, aber es ist eine ziemlich verlässliche Methode, um das Unterbewusstsein zu erreichen. Gewöhnlich sind die Antworten zuverlässig, und das ist alles, was ich dazu sagen werde."

Als Janes körperliche Beschwerden Mitte der 60er Jahre stärker wurden, benutzte Rob das Pendel als Hilfsmittel. In der persönlichen Sitzung 377 vom 6. November 1977 schreibt er in der Einleitung: "Am Sonntagnachmittag, den 5. November, konzentrierte ich mich in einer langen Sitzung mit dem Pendel auf meine Einstellung zu Janes Symptomen; sie war äußerst nützlich, und wir waren begierig darauf, heute Abend Seths Kommentare dazu zu erhalten. Die vollständigen Notizen der Pendelsitzung befinden sind bei den Akten." Und weiter unten in der gleichen Sitzung: "Man erinnere sich, dass ich am letzten Sonntag, den 5. November, eine außerordentlich gute Pendelsitzung durchgeführt hatte, welche die Rolle genau bezeichnete, die ich bei Janes Symptomen spiele. Nachdem ich seither jeden Tag das Pendel benutzte, war ich überrascht, eine so schnelle Veränderung bei einigen inneren Einstellungen zu bemerken." Und Seth meint dazu: "Du konntest in letzter Zeit mit dem Pendel dein Unterbewusstsein erreichen und vernünftig mit ihm sprechen."

Neben den vielen Hinweisen auf das Pendeln in den Seth-Büchern, finden sich im Jane Roberts-Archiv der Universität Yale zudem zahlreiche Protokolle für eigentliche Pendelsitzungen. Eine späte stammt aus dem Jahr 1981, in welcher Jane das Pendel zum Buch Der magische Weg befragte, an dem sie zu jener Zeit gerade arbeitete.

Janes und Robs regelmäßige Beschäftigung mit dem Pendel ist für uns Anlass, in diesem Newsletter die Übersetzung eines Textes aus der amerikanischen Seth-Zeitschrift Reality Change zu veröffentlichen. Er trägt den Titel "Mit dem Pendel Glaubenssätze erkennen" und beschreibt, warum und wie das Pendeln funktioniert und welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, auf diesem Weg mit dem eigenen Unterbewusstsein in Kontakt zu treten.
 

In diesem Newsletter finden Sie folgende Beiträge:

1. Mit dem Pendel Glaubenssätze erkennen

2. Jane Roberts - Einst war ich vielleicht ein König

3. Aus der frühen Sitzung 331 vom 3. April 1967: Seth über das Jenseits

Mit den besten Grüßen,
Maurizio Vogrig und Ursula Lang, Ihr Seth-Verlag


MIT DEM PENDEL GLAUBENSSÄTZE ERKENNEN

 "Das Pendel ist eine sehr alte Methode. Ich wende sie sehr erfolgreich an, um ideomotorische oder 'unterbewusste' Antworten von Wissen zu erhalten, das direkt außerhalb meines üblichen Bewusstseins liegt. Ich halte ein kleines schweres Objekt an einem Faden so aufgehängt, dass es sich frei bewegen kann. Indem ich mental Fragen stelle, erhalte ich 'ja'- oder 'nein'-Antworten, je nachdem, ob das Pendel vor oder zurück oder von der einen auf die andere Seite schwingt."

 —Rob, in: Die Natur der persönlichen Realität, Sitzung 619

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Pendel werden seit Jahrtausenden als Informationsquelle benutzt. In der Großen Pyramide von Gizeh, die über 5000 Jahre alt ist, wurde zum Beispiel ein Türkispendel gefunden, und in China ist der Gebrauch von Pendeln für die Zeit von 2000 v. Chr. an belegt.

Das Pendel gilt als das genaueste unter ähnlichen Instrumenten wie der Wünschelrute oder dem Aurameter. Diese Instrumente funktionieren als Indikatoren, indem sie Muskelreaktionen vom menschlichen Nervensystem übertragen. Die Bedeutung dieser Reaktionen wird aufgrund eines Codesystems, das zwischen dem bewussten und dem unterbewussten Geist eingerichtet wird, als Antworten interpretiert.

Wie das Ganze physiologisch funktioniert, ist bekannt: Die ideomotorische Aktion ist eine unwillkürliche muskuläre Rückmeldung, die auf der Aktion von Vorstellungen und Gedanken auf den Körper beruht. Ein Gedanke verursacht eine unwillkürliche Bewegung, und zwar ohne unsere bewusste Absicht oder Kontrolle. Ein praktisches Beispiel für den Gebrauch ideomotorischer Aktion ist etwa der Lügendetektor. Die moderne Wissenschaft weiß also, wie das funktioniert - woher die Informationen aber kommen, ist eine andere Frage.

Jeder Mensch kann ein Pendel benutzen, um sofort Kernglaubenssätze, positive oder einschränkende Glaubenssätze, zu identifizieren und zu erkennen, welche Glaubenssätze für die eigenen Ziele hinderlich sind, welche Glaubenssätze man am besten verändert und wie man das macht.

Der größte Vorteil beim Gebrauch eines Pendels liegt darin, dass man in einen veränderten Bewusstseinszustand versetzt wird. Eine Studie von Dr. Edith M. Jurka von 1991 zeigt auf, dass Pendler, Wünschelrutengänger und andere Anwender solcher Instrumente über außergewöhnliche Kombinationen veränderter Bewusstseinszustände verfügen. Jurka maß die Muster der linken und rechten Gehirnhälften von Pendlern. Die Elektroenzephalographien von Pendlern zeigten die gleiche Art von Frequenzen wie bei Menschen, die transzendentale Meditation, Zen-Meditation oder luzides Träumen ausüben. Ihre Frequenzen umfassten auch Beta-Zustände (normale, wache, fokussierte Aufmerksamkeit) und Delta-Zustände (Tiefschlaf und Einsetzen paranormaler Phänomene).

Es scheint also, dass Pendler verschiedene Frequenzgruppen gleichzeitig aussenden. Jurka kommt zum Schluss, dass sich Pendler - bei weit geöffneten Augen - in einem veränderten Bewusstseinszustand befinden und sich mit ihrem 'erweckten Geist' mit dem 'universellen Geist' verbinden können.

Wer mit dem Pendeln beginnt, soll versuchen, ruhig zu werden und sich in eine 'andächtige' Stimmung versetzen (Alpha-Zustand).
 

Das Pendeln unter der Seth-Perspektive

Der Gebrauch des Pendels ist ein großartiges Beispiel für einen 'magischen Weg'. Wenn wir das Pendel schwingen, gleiten wir in einen veränderten Bewusstseinszustand. Indem wir die richtigen Fragen vorbereiten, kräftigen wir Absicht und Wunsch, spezifische Antworten zu erhalten. Elektromagnetische Energieeinheiten werden übertragen, während wir in unsere multidimensionale Realität hinein und hinaus 'blinken'. Während das Pendel hin und her schwingt, bekommen wir von Bezugssystem 2 eine Antwort. Diese Antwort verarbeiten wir in Bezugssystem 1, wo sie sich auch ausdrückt. Unser bewusster Geist beobachtet die Rückmeldungen, die von unseren inneren Sinnen erzeugt werden. Statt das muskuläre System in den Lungen und der Kehle (kanalisiertes Sprechen) oder der Hände (automatisches Schreiben) zu gebrauchen, nutzen wir die unwillkürlichen Muskeln von Arm und Hand.

Sie bewegen das Pendel, um die Antwort auf unsere Frage anzuzeigen. All dies tun wir mit geöffneten Augen (Beta-Zustand), während wir uns in einem veränderten Bewusstseinszustand befinden (Alpha-Zustand und andere). Gut zu wissen: Das Pendel kann beinahe jede Antwort von Bezugssystem 2 erhalten, auch Antworten bezüglich Glaubenssätzen.


Vorgehen

Es gibt zwei Hauptmethoden, wie man das Pendel anwendet. Bei der einen handelt es sich um die 'Zeig mir'-Methode. Hierbei stellt man einfach Fragen, um ein 'ja' oder 'nein' gezeigt zu bekommen. Die andere Methode wird 'Programmieren' genannt. Sie ist die schnellste und wirkungsvollste und ermöglicht akkurate und rasche Antworten auf Fragen. Und so funktioniert es:

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A. Das Halten des Pendels: Halten Sie die Kette zwischen Daumen und erstem Finger. DieKettenlänge bestimmt, wie schnell das Pendel schwingt. Je kürzer die Kette, desto schneller schwingt es, je länger die Kette, desto langsamer. Am besten eignet sich eine Kette, die 8 bis 10 cm lang ist, aber es ist wichtig, dass Sie sich mit der Kettenlänge wohl fühlen. Positionieren Sie dann Ihren Ellenbogen so auf der Tischplatte, dass das Pendel ca. 3 cm über dem Zentrum einer Ja-Nein-Tafel zu hängen kommt. Unten sehen Sie ein Bespiel für eine solche Tafel.

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B. Das Programmieren: Mit dem Pendel über dem Zentrum der Tafel beginnen Sie nun, es in Richtung 'Ja/Yes' zu schwingen. Dazu sagen Sie laut oder mental: "Das folgende Programm bleibt so lange in Aktion, bis ich mich entscheide, es zu ändern. Jedes Mal, wenn das Pendel in diese Richtung schwingt, zeigt es eine 'Ja'-Antwort an."

Schwingen Sie jetzt das Pendel in die 'Nein'-Richtung. Sagen Sie dann: "Jedes Mal, wenn das Pendel in diese Richtung schwingt, zeigt es eine 'Nein'-Antwort an."

Schwingen Sie dann das Pendel in Richtung der 'Bereit/Ready'-Position. Sagen Sie dann: "Jedes Mal, wenn das Pendel in diese Richtung schwingt, zeigt es an, dass es bereit ist, eine Frage zu erhalten. Wenn das Pendel fortfährt, in diese Richtung zu schwingen, nachdem die Frage gestellt wurde, zeigt es auf diese Weise ein 'Vielleicht' an. Ende der Programmierung. Vielen Dank."

Auf diese Weise haben Sie jetzt einen Code zwischen Ihrem bewussten Geist und Ihrem Unterbewusstsein eingerichtet und so das Tor für andere Botschaften geöffnet.


C. Fragen stellen:
1. Stellen Sie immer Fragen, die mit 'Ja' oder 'Nein' beantwortet werden können.

2. Beginnen Sie, indem Sie das Pendel über der 'Ready/Bereit'-Position schwingen lassen. Stellen Sie Ihre Fragen, während das Pendel schwingt. Das Pendelgewicht wird langsam auf die Antwort-Position hinüberschwingen, auf 'Ja' oder 'Nein'. Schwingt es auf der 'Bereit'-Position weiter, lautet die Antwort 'vielleicht'.

3. Das Unterbewusstsein versteht alle Fragen wörtlich. Seien Sie daher konkret.

4. Überprüfen Sie Ihre Programmierung. Stellen Sie Fragen, auf die Sie die Antworten bereits kennen, zum Beispiel: "Heiße ich (Ihr richtiger oder falscher Name)?" Ist die Antwort korrekt? Falls nicht, dann wiederholen Sie die Programmierungsschritte und überprüfen Sie nochmals. Manchmal muss man das mehrere Male wiederholen, bevor das Unterbewusstsein auf das Programm einschwingt.

5.Erklären Sie zu Beginn aller Sitzungen, dass alle Antworten zu Ihrem größten Wohl sein sollen.


Glaubenssatzarbeit

Sobald Sie vom Pendel korrekte Ja- und Nein-Antworten erhalten, können Sie es dazu verwenden, Glaubenssätze zu identifizieren. Glaubenssätze können auf zwei Arten überprüft werden:

1. Falls Sie den Glaubenssatz kennen, fragen Sie das Pendel nach einer 'Ja'- oder 'Nein'-Antwort. Beispiel: Ich habe mein Leben im Griff. Fragen Sie: "Habe ich gegenwärtig den Glaubenssatz, dass ich mein Leben im Griff habe?"

2. Eine Liste vorbereiteter Glaubenssätze abtasten. Schreiben Sie in Form einer Liste Glaubenssätze auf, die Sie für sich wichtig finden. Zeigen Sie dann mit dem linken Zeigefinger auf einen Glaubenssatz und halten Sie das Pendel mit der rechten Hand. Sagen Sie dann Ihrem Pendel, während es in der 'Bereit'-Position schwingt: "Gib mir ein 'Ja', wenn ich einen der folgenden Glaubenssätze hege." Zeigen Sie dann mit dem Zeigefinger nacheinander auf die Glaubenssätze und lesen Sie sie, laut oder mental, vor und schauen Sie dann auf die Position des Pendels. Falls es in der 'Bereit'-Position bleibt oder zu 'Nein' schwingt, hegen Sie den betreffenden Glaubenssatz nicht. Auf diese Weise können Sie rasch die Liste der Glaubenssätze durcharbeiten und sehen, welche Glaubenssätze Sie angenommen haben.

Dann können Sie auf jene Glaubenssätze, die Sie identifiziert haben, zurückgehen, und zum Beispiel folgende Fragen stellen:

"Hält mich dieser Glaubenssatz von meinem Ziel ab?"

"Kann ich diesen Glaubenssatz leicht beseitigen?"

"Ist das ein Kernglaubenssatz?"

"Kann ich den Glaubenssatz durch Visualisierung auflösen?"

"Kann ich den Glaubenssatz mit einer Psy-Zeit-Übung auflösen?"

"Ist Glaubenssatz X der beste Ersatz für Glaubenssatz Y?"

Wie Sie sehen, liegt beim Pendeln der Schlüssel zum Erfolg darin, die richtigen Fragen zu stellen.

Seriös ausgeführt und mit etwas Übung kann Pendeln zu einer nützlichen Hilfe im Alltag werden. Und dabei geht es nicht darum, banale Fragen wie "Soll ich den roten oder blauen Pulli kaufen?" zu stellen, sondern einen konstanten, gezielten und bewussten Kontakt mit dem inneren Selbst und Bezugssystem 2 aufzubauen, um so Quellen nutzen zu können, die von Natur aus zum Menschsein gehören, aber oftmals unbeachtet bleiben.
 

Nachsatz

Das Pendel kann aber auch noch auf eine andere Weise eingesetzt werden, und zwar für die Arbeit mit dem Ouija-Brett.

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In der Regel funktioniert das Ouija-Brett so, dass zwei Personen leicht einen Zeiger, eine so genannte Planchette, berühren und auf diese Weise Informationen empfangen, die über das Alphabet buchstabiert werden. Auf diese Weise traten Jane und Rob damlas auch mit Seth zum ersten Mal in Kontakt.

Wer alleine mit dem Ouija-Brett arbeiten möchte, kann dies tun, indem er oder sie statt einer Planchette das Pendel benutzt. Das Pendel wird ca. über die Mitte des Bretts positioniert, so dass es  alle Buchstaben und Zahlen leicht erreichen kann, nachdem eine Frage gestellt wurde.

Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, mit dem Pendel und / oder dem Ouija-Brett experimentieren und interessante Ergebnisse erhalten, würden wir gerne davon erfahren. Schreiben Sie uns einfach an sethverlag@bluemail.ch.
 

Mit freundlicher Genehmigung von Lynda M. Dahl, Redakteurin von Reality Change

(c) Seth-Verlag


JANE ROBERTS
EINST WAR ICH VIELLEICHT EIN KÖNIG


Einst war ich vielleicht ein König

Glaubst du, dass wir schon einmal lebten?
Einst war ich vielleicht ein König,
Gehüllt in goldene Gewänder,
Mit eigenen Armeen -
Bereit, Ziel, Schuss! -
Die ich befehligte.
Wär' ich doch nur im Jetzt auch glücklich,
Egal, was ich zuvor gewesen,
Egal, was ich zuvor gewesen.


Glaubst du, dass wir schon einmal lebten?
Und hast du mich damals geliebt?
Riebst Moschus du und Öl
In meine Haut,
Und wuschest du mein linnen Kleid?
Viel weniger macht' mich zufrieden,
Liebtest wirklich du mich jetzt,
Egal, wie wir zuvor gelebt,
Egal, wie wir zuvor gelebt.


Glaubst du, dass wir in andern Zeiten
So jung wie heute waren?
Liebten wir und sangen wir in Körpern,
Die bereits zu Staub zerfallen?
Berührtest meine Wange du,
Wie du es jetzt gerade tust?
Ich wünscht', wir wären ewig jung,
Egal, wie jung wir damals waren,
Egal, wie jung wir damals waren.


Und sprachen wir mit andern Stimmen,
Und schauten wir durch andre Augen?
Sagt' ich zu dir: "Ich schwöre, dass ich dich erkenne,
falls wir je wieder leben"?
Auch wenn ich das niemals getan,
Und du mich niemals hast gehört,
So wünscht' ich doch,
es wäre so geschehen,
So wünscht' ich doch,
es wäre so geschehen.


(c) Seth-Verlag


SETH AUS DEN FRÜHEN SITZUNGEN

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SITZUNG 331
3. APRIL 1967, 21:00 UHR, MONTAG

Das Existenzumfeld einer verstorbenen Person als Erzeugnis ihrer Erwartungen; die Aufspaltung der Lebenskraft bei Projektionen physischer Personen; Schulklassen für Verstorbene


Guten Abend.

(„Guten Abend, Seth.“)

Nun. Wie ihr wisst, gibt es viele Teile des Selbst. Sie nehmen eine Gestalt an, die in ihrer eigenen Dimension sichtbar ist. Diese Teile des Selbst existieren alle simultan; im Rahmen verschiedener Bewusstseinsstufen werdet ihr euch anderer Anteile des Selbst bewusst, und ein Ich identifiziert sich mit dem einen oder anderen davon.

Wenn das Bewusstsein den Körper verlässt, identifiziert es sich mit einem dieser Teile und reist in dessen Form. Jede Form, die gewisse Identitätscharakteristika verkörpert, hat ihre eigene Umwelt. Ihre Fähigkeiten erlauben es ihr, in ganz bestimmten Dimensionen zu agieren.

Es ist sehr schwierig, euch auf einfache Weise zu erklären, was beim physischen Tod geschieht, denn die Umstände können sich je nach Individuum beträchtlich unterscheiden; dessen Fähigkeiten und Überzeugungen werden weitestgehend bestimmen, was sich abspielt.

Eine Persönlichkeit mag die Tatsache des physischen Todes zum Beispiel erkennen oder auch nicht. Sie kann sich buchstäblich in einer scheinbar physischen Umgebung wiederfinden oder nicht. Sie wird jedoch eine Form annehmen, was ihr auch so erscheinen wird.

Sie wird scheinbar eine physische Wahrnehmung haben. Der Sinnesapparat, auf den angeblich nur der physische Körper Anrecht hat, wird viel schärfer sein und trotzdem von keinerlei physischen Mechanismen gelenkt werden. Die Form wird direkt vom Gedanken erschaffen und doch wird sie in gegenständlichem Sinne eine eindeutige Form sein.

Unter gewöhnlichen Umständen wird sie von jenen, die sich noch immer in der physischen Formbefinden, nicht wahrgenommen. Diese Form gleicht sehr derjenigen, in der ihr projiziert, aber die Form, mit der ihr projiziert, ist nicht wirklich vollständig, denn es muss eine gewisse (unterstrichen) Aufspaltung der Lebenskraft geben, damit die physische Existenz während außerkörperlicher Erfahrungen aufrechterhalten bleibt.

Eine jede wirkliche Psychologie muss alle Schichten des Selbst beachten, denn das physisch-orientierte Selbst, das ihr kennt, wird zu einem großen Teil vom subjektiven Selbst erzeugt, von dem ihr so wenig wisst.

Überlebenspersönlichkeiten können einen irdischen Projizierenden erkennen, denn seine Form ist nicht gänzlich materialisiert. Viele von euch beraten und helfen jenen, die in physischem Sinne gerade erst gestorben sind.

Das bewusste Selbst ist sich dessen nicht gewahr. Ich habe Ruburt gestern Nacht in die Methode eingeführt. Ein Mann aus Kentucky, eine Frau aus Vermont und ein Indianer aus Quebec spielten eine Rolle.

Ruburt sollte sich nicht bewusst an die Episoden erinnern, sondern sich als einen ersten Schritt einfach ihrer gewahr werden. Schon bald wird er ein bewusstes Wissen über sie erlangen.
Er ist bei seinen Projektionen kühner als du, Joseph.

(„Ja.“)

Wenn ihr also eine Form für eine andere verlasst, dann findet das natürlich in Trance statt. Das trifft außer auf die physische auch auf andere Formen zu. Ihr mögt auf sie zurückblicken und sie für ein totes Abbild eurer selbst halten. Einige Individuen sehen in ihrer ersten Astralform ihren physischen Körper als ein totes Abbild von sich selbst und bekommen Angst.

Praktisch gesprochen sind für euch neben der physischen Form drei andere Formen bei euren Projektionen möglich, aber theoretisch sind auch noch andere denkbar. Es ist selbstverständlich, dass das Bewusstsein nachts genauso hart arbeitet wie tagsüber, und stets werden die Erfahrungen zu einem Teil des gesamten inneren Selbst.

Diese verschiedenen, scheinbar separaten projizierenden Selbst sind natürlich Teile des einen Selbst. Nun gibt es tatsächlich Klassen, in denen die eben erst Verstorbenen unterwiesen werden. Ich selbst habe einige unterrichtet. Das physische Selbst, das ihr kennt, muss sich bezüglich physischer Belange kaum mit diesen Themen beschäftigen.

Aber jener Teil wird nicht immer physisch orientiert sein, und so wird sich sein Bewusstsein gewisser anderer Realitäten bewusst werden. Auf eine Weise versuchen eure Religionen solche Dinge zu erklären.

Bei euren physischen Persönlichkeiten, so wie ihr sie kennt, handelt es sich um sich projizierende Persönlichkeiten, die aus dem inneren Selbst stammen. Aber die sich projizierenden Fragmente kommen und gehen nicht unbeeinflusst, sondern wachsen, reifen und entwickeln andere Teile des Selbst im Rahmen einer anhaltenden Ausdehnung. Es gibt keine Projektionen, die in eine Sackgasse führen.

Eure nächtlichen Projektionen geschehen zu eurem Nutzen. Die meisten von euch sind besser als ihr wisst, und ihr macht es gut in anderen Dimensionen, auch wenn ihr in der physischen Realität vielleicht nicht so erfolgreich seid. Vieles hiervon wurde Ruburt letzte Nacht erklärt.

Bevor ich es vergesse: Es gibt viele Gründe, warum euer Zuhause zum Zentrum einer kleinen Gruppe geworden ist, auch wenn die Teilnehmer wechseln mögen. Ihr helft diesen Menschen. Sie kommen und nehmen, was ihnen zu nehmen möglich ist, und dann gehen sie wieder. Aber sie werden zum Besseren hin verändert sein.

Ruburt sollte von ihnen nicht mehr verlangen, denn es ist notwendig, dass ihr beide auf diese Weise gebt, und für diese besondere Art des Gebens könnt ihr keinen Dank verlangen. Das Geben ist sowohl zu eurem eigenen als auch zu ihrem Vorteil.

Wenn ihr nicht geben könntet, wäre euer Wissen weniger wert.

Ich sehe keine Veranlassung, auf die verschiedenen Persönlichkeiten einzugehen, die sich hier versammeln, aber wenn es euch wirklich interessiert, werde ich das tun.

Nun, während Projektionen trefft ihr auf Individuen, wie ihr es auch im physischen Leben tut, und ihr findet Freunde, die an eurem Wohlbefinden interessiert sind. Vielleicht werdet ihr euch zu einem späteren Zeitpunkt einiger dieser Individuen bewusst.

Falls du keine anderen Fragen hast, beende ich die Sitzung jetzt.

(„Ich glaube nicht, Seth.“)

Meine herzlichsten Wünsche euch beiden und einen schönen Abend.

(„Gute Nacht, Seth.“)

(c) Seth-Verlag, 2014