Maurizio Vogrig

Die Natur der persönlichen Realität - Die neue Übersetzung

Maurizio Vogrig
Die Natur der persönlichen Realität - Die neue Übersetzung
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In diesem zeitlosen Bestseller erklärt Seth, wie wir unsere persönliche Realität durch unsere bewussten Glaubenssätze über uns selbst, über andere Menschen und über die Welt erschaffen.

Seine Botschaft ist klar: Wir sind weder unserem Unterbewusstsein ausgeliefert noch sind wir Kräften gegenüber hilflos, die wir nicht verstehen können. „Wir sind in Kreatürlichkeit gekleidete Götter“, sagt Seth. Und weiter: „Uns wurde die Fähigkeit geschenkt, durch die Physischwerdung unserer Gedanken und Gefühle unsere Erfahrungen zu gestalten.“ Anhand ausgezeichneter Übungen zeigt Seth auf, wie der bewusste Geist unbewusste Vorgänge lenkt und hierbei alle Kräfte des inneren Selbst zur Verfügung hat.

„Ihr seid multidimensionale Persönlichkeiten. Vertraut dem Wunder eures eigenen Seins. Macht in eurem Leben keinen Unterschied zwischen dem Physischen und dem Spirituellen, denn das Spirituelle spricht mit einer physischen Stimme, und der physische Körper ist die Schöpfung des Geistes.“  Seth

Von vielen Menschen wird Die Natur der persönlichen Realität als Seths großartigstes Buch betrachtet. Es ist ein hervorragend geschriebener Leitfaden für die bewusste Erschaffung der eigenen Realität. In ihm vermittelt Seth auf klare Weise, wie wir unsere Realität ausgehend von unseren Gedanken, Emotionen und Glaubenssätzen erschaffen, und er bietet den Menschen, die wirklich die Kontrolle über ihren Geist und ihr Leben übernehmen möchten, damit ein ausgezeichnetes Instrument.

„Stellt die Worte von Gurus, Priestern, Wissenschaftlern, Psychologen, Freunden - oder meine Worte - nicht über die Gefühle eures eigenen Seins. Ihr könnt von anderen viel lernen, doch das tiefste Wissen muss aus euch selbst kommen.“   Seth

Bei der vorliegenden Ausgabe handelt es sich um eine komplette Neuübersetzung, bei der auf sämtliche Streichungen und Auslassungen in diesem außergewöhnlichen Buch verzichtet wurde.
 

VORWORT VON SETH - SITZUNG 609

(Jane erwähnte vor ein paar Wochen zum ersten Mal, dass Seth, ihre Trancepersönlichkeit, bald mit einem weiteren eigenen Buch beginnen würde. Der Gedanke sei ihr eines Abends nach dem Abendbrot einfach in den Sinn „gekommen“. Wir hatten ihn nicht sehr ernst genommen, da wir erst im vorangegangenen Monat mit dem Korrekturlesen von Seths erstem Buch – Seth Spricht: Die ewige Gültigkeit der Seele – fertig geworden waren. Mit Sicherheit waren wir nicht darauf gefasst, dass er so schnell ein weiteres solches Projekt in Angriff nehmen könnte. Jane hatte auch keine bewusste Vorstellung über das Thema oder den Titel für irgendein geplantes Seth-Buch.

In der regulären Sitzung vom letzten Mittwoch hatte Seth ihre Vorahnung jedoch ausdrücklich bestätigt – ohne jedoch ein Datum zu nennen:

„Nun: Ruburt [wie Seth Jane nennt] hat völlig recht. Wir sind dabei, ein weiteres Buch vorzubereiten und gewähren euch in der Zwischenzeit eine Pause.

Die Bände verbinden das Material automatisch und präsentieren es im Rahmen bestimmter Themenbereiche … Wie ihr jetzt wisst, beansprucht die Aufbereitung der Notizen viel Zeit, und darum habe ich eine Weile gewartet.

Ruburt hat das ganz deutlich gefühlt, und wie gewöhnlich juckt es ihn, weil er sich fragt, worüber ich schreiben werde und um was für ein Buch es sich handeln wird. So ein Buch kann völlig normal und ruhig im Rahmen eurer regulären Sitzungsroutine entstehen, und es kann euer Wissen bereichern und letztlich auch anderen helfen. Ich schlage das einfachste Format vor; stets das Unkomplizierteste, soweit es technische Fragen betrifft. Verstehst du mich?“

„Ja“, antwortete ich, worauf Seth für den Rest des Abends über andere Dinge sprach.

Als wir uns für die Sitzung von heute Abend hinsetzten, sagte Jane: „Nun, Seth ist bereit, und ich verspüre den Drang loszulegen. Vielleicht beginnt er mit seinem Buch …“ Sie hatte nicht besonders darüber nachgedacht – wenigstens erinnere ich mich nicht, dass sie viel darüber gesagt hatte.

Die Energie, die Jane zur Verfügung steht, beeindruckt mich noch immer, besonders wenn ich bedenke, dass sie weniger als 43 Kilos wiegt. Wenn sie es erlaubt, kann Seth tatsächlich sehr stark durchkommen. Jetzt war ihre Durchgabe allerdings durchschnittlich. Damit meine ich, dass ihre Stimme tiefer und etwas stärker wird, wenn sie für Seth spricht, und Seths eigenen bedächtigen, aber einzigartigen Akzent und Rhythmus annimmt. Jane setzte ihre Brille ab und legte sie auf den Kaffeetisch zwischen uns. Im nächsten Augenblick – ihre Augen viel dunkler – war sie in Volltrance.)

Nun: Guten Abend.

(„Guten Abend, Seth.“)

Wir werden den Essay von heute Abend „Die Erschaffung der persönlichen Realität“ nennen.

Erfahrung ist das Produkt des Verstandes, des Geistes, bewusster Gedanken und Gefühle und unbewusster Gedanken und Gefühle. Zusammen erschaffen sie die euch bekannte Realität. Daher seid ihr kaum einer Realität ausgeliefert, die getrennt von euch existiert oder die euch aufgezwungen wird. Ihr seid mit den physischen Ereignissen, die eure Lebenserfahrung ausmachen, so eng verbunden, dass ihr oftmals nicht zwischen den scheinbar stofflichen Vorkommnissen und den Gedanken, Erwartungen und Wünschen unterscheiden könnt, die diese hervorbrachten. Wenn sich in euren tiefsten Gedanken negative Züge finden und wenn diese auch Gitterstäbe zwischen euch und einem erfüllteren Leben bilden, so schaut ihr dennoch oft durch diese Gitterstäbe hindurch, ohne sie zu sehen. Solange ihr sie nicht erkennt, stellen sie Hindernisse dar. Auch Hindernisse haben einen Existenzgrund. Wenn es eure eigenen sind, dann liegt es an euch, sie zu erkennen und die Umstände hinter ihrer Existenz zu enthüllen.

Eure bewussten Gedanken können hervorragende Hinweise sein, um solche Hindernisse aufzudecken. Ihr seid mit euren Gedanken nicht halb so gut vertraut, wie ihr euch vielleicht vorstellt. Sie können wie Wasser durch eure Finger rinnen und dabei lebenswichtige Nährstoffe hinwegtragen, die über die Landschaft eurer Psyche abfließen – und allzu oft tragen sie Schlamm und Schmutz mit sich, die die Kanäle von Erfahrung und Kreativität verstopfen.

Die Überprüfung eurer bewussten Gedanken wird euch viel über den Zustand eures inneren Geistes, eure Absichten und Erwartungen verraten und euch oftmals in eine direkte Konfrontation mit Herausforderungen und Problemen führen. Wenn ihr eure Gedanken studiert, lassen sie euch erkennen, in welche Richtung ihr euch bewegt. Sie zeigen deutlich die Natur physischer Ereignisse auf. Was physisch existiert, existiert zuerst als Gedanke und Gefühl. Eine andere Regel gibt es nicht.

(21.40 Uhr.) Ihr habt aus gutem Grund ein Bewusstsein. Ihr seid der Gnade unbewusster Triebe nicht ausgeliefert, außer ihr gebt ihnen bewusst nach. Ihr könnt eure gegenwärtigen Gefühle und Erwartungen stets nutzen, um euren Fortschritt zu überprüfen. Wenn euch eure Erfahrungen nicht gefallen, müsst ihr die Natur eurer bewussten Gedanken und Erwartungen verändern. Ihr müsst die Art der Botschaften verändern, die ihr eurem Körper, euren Freunden und Partnern mittels eurer Gedanken sendet.

Jeder Gedanke zeitigt, in eurem Sinne, Folgen. Die gleiche Art Gedanke, gewohnheitsmäßig wiederholt, scheint eine mehr oder weniger dauerhafte Wirkung zu haben. Wenn euch die Wirkung gefällt, dann überprüft ihr den Gedanken selten. Wenn ihr euch aber von physischen Schwierigkeiten befallen seht, beginnt ihr euch zu fragen, was nicht in Ordnung ist. Manchmal schreibt ihr die Schuld anderen Menschen, eurem Lebenshintergrund oder einem vergangenen Leben zu – wenn ihr Reinkarnation akzeptiert. Ihr mögt Gott oder den Teufel dafür verantwortlich machen oder vielleicht einfach sagen: „So ist das Leben!“, und die negativen Erfahrungen als notwendigen Teil eures Schicksals akzeptieren.

(21.45 Uhr.) Ihr mögt schließlich halbwegs die Natur der Realität verstehen und jammern: „Ich glaube ja, dass ich diese schlimmen Auswirkungen verursacht habe, aber ich sehe mich nicht in der Lage, sie rückgängig zu machen!“

Wenn das der Fall ist, dann glaubt ihr noch immer nicht, dass ihr der Schöpfer eurer eigenen Erfahrungen seid, ungeachtet dessen, was ihr euch bis dahin eingeredet habt. Habt ihr diese Tatsache aber einmal erkannt, könnt ihr sofort beginnen, die Umstände zu verändern, die euch Sorgen oder Unmut bereiten.

(Einminütige Pause um 21.49 Uhr.) Niemand zwingt euch, auf eine bestimmte Weise zu denken. In der Vergangenheit wurde euch vielleicht beigebracht, die Dinge pessimistisch zu betrachten. Ihr mögt glauben, Pessimismus sei realistischer als Optimismus. Ihr mögt sogar annehmen – und viele tun es –, dass Schmerz adelt, ein Zeugnis tiefer Spiritualität, ein Zeichen von Abgeklärtheit und ein notwendiges Gewand von Heiligen und Dichtern sei. Nichts könnte von der Wahrheit aber weiter entfernt sein!

Alles Bewusstsein trägt in sich den tiefen beständigen Impuls, seine Begabungen in vollem Umfang zu gebrauchen, seine Fähigkeiten zu erweitern und sich freudig (Pause) über die scheinbaren Schranken seiner eigenen Erfahrung hinauszuwagen. Das Bewusstsein in den kleinsten Molekülen erhebt sich lauthals gegen jede Vorstellung von Begrenzung. Es sehnt sich nach neuen Formen und Erfahrungen. Sogar Atome streben daher beständig danach, sich zu neuen Struktur- und Bedeutungssystemen zusammenzuschließen. Sie tun das „instinktiv“ (in Anführungszeichen).

Der Mensch wurde und hat sich selbst mit einem Bewusstsein ausgestattet, um die Natur, Gestalt und Form seiner Schöpfungen zu lenken. Alle tiefliegenden Bestrebungen und unbewussten Motivationen, alle unausgesprochenen Triebe steigen empor, um vom Bewusstsein Zustimmung oder Ablehnung zu erlangen und erwarten seine Führung.

Nur wenn es seine Funktionen verleugnet, lässt es zu, von (in Anführungszeichen) „negativen“ Erfahrungen beeinflusst zu werden. Nur wenn es die Verantwortung ablehnt, sieht es sich schließlich der vermeintlichen Gnade von Ereignissen ausgeliefert, über die es scheinbar keine Kontrolle hat.

Jetzt könnt ihr eure Pause machen.

(„Danke.“

22.00 Uhr. Jane kam leicht aus der Trance. „Ich habe das Gefühl“, sagte sie, „dass das der Anfang von Kapitel 1 ist.“

„Tatsächlich?“

„Ich habe einfach das Gefühl“, sagte sie. „Vielleicht nicht, aber …“

Wir hatten uns um das Buch keine Gedanken gemacht, obwohl Seth es in der letzten Sitzung erwähnt hatte. In der Zwischenzeit hatte Jane es überhaupt nicht mehr angesprochen, soweit ich mich erinnere. Wir waren sehr beschäftigt gewesen.

Ihr Eindruck stammte aber daher, dass Seth sein Material heute Abend als „Essay“ bezeichnet hatte – was er zuvor noch nie getan hatte. Wie sich herausstellte, hatte sie teilweise recht.

Die Pause sollte nur kurz sein. Weiter um 22.07 Uhr.)

Nun: Während Bücher, die sich ausschließlich mit positivem Denken befassen, manchmal nützlich sind, so lassen sie meist die gewohnheitsmäßige Natur negativer Gefühle, Aggressionen oder Verdrängungen außer Acht. Oftmals werden diese einfach unter den Teppich gekehrt.

Stattdessen sagen euch die Autoren, ihr sollt positiv, mitfühlend, stark, optimistisch, voller Freude und enthusiastisch sein, ohne euch zu sagen, wie ihr aus der misslichen Lage herauskommt, in der ihr euch vielleicht befindet, und ohne den Teufelskreis zu verstehen, in dem ihr scheinbar gefangen seid. Auch wenn solche Bücher manchmal nützlich sind, so – um es nochmals zu sagen – erklären sie aber nicht, wie Gedanken und Emotionen die Realität erzeugen. Sie berücksichtigen die multidimensionalen Aspekte des Selbst oder auch die Tatsache nicht, dass letztlich jede Persönlichkeit, während sie sich an bestimmte allgemeine Gesetze hält, dennoch ihren Weg finden und ihm folgen muss, um diese Gesetze an ihre persönlichen Umstände anzupassen.

Wenn ihr bei schlechter Gesundheit seid, könnt ihr sie heilen. Wenn eure persönlichen Beziehungen unbefriedigend sind, könnt ihr sie zum Besseren wenden. Wenn ihr arm seid, könnt ihr stattdessen von Reichtum umgeben sein.

Ob ihr es erkennt oder nicht, so habt ihr dennoch eure gegenwärtige Richtung entschieden verfolgt und dafür alles Mögliche aus Gründen unternommen, die euch einst sinnvoll erschienen. Ihr mögt sagen: „Schlechte Gesundheit ist für mich (unterstrichen) nicht sinnvoll!“, oder: „Eine kaputte Beziehung mit meinem Partner wollte ich bestimmt nicht!“, oder: „Nach all meiner harten Arbeit war Armut bestimmt nicht mein Ziel!“

(22.20 Uhr.) Wurdet ihr arm oder krank geboren, so scheint es euch bestimmt, dass euch diese Umstände auferlegt wurden. Doch das wurden sie nicht, und zum einen oder anderen Maß können sie verbessert werden.

Das heißt nicht, dass es dafür keine Anstrengung und Entschlossenheit bräuchte. Es heißt aber, dass ihr die Macht habt, Ereignisse zu verändern und dass jeder von euch ungeachtet seiner Stellung, seines Status, seiner Umstände oder seines physischen Zustandes die Kontrolle über seine persönlichen Erfahrungen hat.

Ihr seht und fühlt, was ihr zu sehen und fühlen erwartet. Die euch bekannte Welt ist ein Abbild eurer Erwartungen. Die Welt, so wie sie die Menschen kennen, ist die kollektive Materialisierung eurer individuellen Erwartungen. (Pause.) So wie Kinder aus eurem physischen Gewebe entstehen, so ist auch die Welt eure gemeinsame Schöpfung.

(22.26 Uhr. Pause. Dann sanft und lächelnd:) Ich schreibe dieses Buch, um jedem Menschen bei der Lösung seiner Probleme zu helfen. Ich hoffe, dies zu tun, indem ich euch genau zeige, wie ihr eure Realität erschafft und indem ich euch die Möglichkeiten erkläre, mit denen ihr sie zu eurem Vorteil verändern könnt.

(Pause um 22.27 Uhr.) Die Existenz sogenannter negativer Gedanken und Gefühle wird hierbei nicht vertuscht, aber das wird auch eure Fähigkeit nicht, diese zu bewältigen. Punkt. Denn sie sind völlig unter eurer Kontrolle. Es gibt Methoden, um sie als Ausgangspunkt für Kreativität zu nutzen. Ich werde euch zu keinem Zeitpunkt sagen, dass ihr sie unterdrücken oder ignorieren sollt. Ich werde euch zeigen, wie ihr sie im Rahmen eurer Erfahrungen erkennen und wie ihr diejenigen entdecken könnt, denen ihr gestattet habt, aus dem Ruder zu laufen, und wie ihr jene in den Griff bekommt, die scheinbar (unterstrichen) jenseits eurer Kontrolle liegen.

Die Methoden, die ich euch aufzeigen werde, verlangen Konzentration und Einsatz. Sie werden euch auch herausfordern und eurem Leben höchst bereichernde Bewusstseinserweiterungen und -veränderungen bringen.

Ich bin keine physische Persönlichkeit. Im Grunde seid aber auch ihr das nicht. Eure Erfahrungen sind zum jetzigen Zeitpunkt aber physisch. Ihr seid Schöpfer und übersetzt eure Erwartungen in physische Form. Die Welt soll hierbei als Bezugspunkt dienen. Die äußere Erscheinung ist eine Kopie innerer Wünsche. Ihr könnt eure persönliche Welt verändern. Ihr verändert sie schon jetzt, ohne es zu wissen. Ihr müsst einfach eure Fähigkeit dafür bewusst einsetzen, die Natur eurer Gedanken und Gefühle überprüfen und nur jene projizieren, denen ihr grundsätzlich zustimmt.

Sie verschmelzen zu den Ereignissen, mit denen ihr auf so innige Weise vertraut seid. Ich hoffe, euch Methoden zu lehren, die euch erlauben, die Natur eurer Realität zu verstehen, und euch einen Weg aufzuzeigen, der euch die Realität auf die von euch wie auch immer gewünschte Weise verändern lässt.

(Lauter:) Ende des Diktats.

(„Okay. Du bist ganz schön gerissen, dein Buch auf diese Weise zu beginnen.“

Freundlich:) So bin ich nun mal. Ich werde euch den Titel und andere relevante Informationen in einer späteren Sitzung geben, und wenn ihr wollt, auch einen Überblick darüber, was ich geplant habe.

(„Ich glaube, Jane wäre froh darüber.“)

Machen wir es so einfach wie möglich … (Lange Pause.) Gib uns einen Moment … 

(Noch immer in Trance, machte Jane um 22.37 Uhr eine lange Pause. Mit geschlossenen Augen schaukelte sie vor und zurück, einen Fuß auf der Kante des Kaffeetisches.)

Das Buch wird erklären, wie die persönliche Realität erschaffen wird, mit einer großen Betonung auf den Möglichkeiten, wie unangenehme Aspekte der individuellen Erfahrung verändert werden können.

Es wird, so hoffe ich, den übertriebenen Optimismus so vieler Selbsthilfe-Bücher vermeiden und beim Leser den begeisterten Wunsch wecken, die Eigenschaften der Realität zu verstehen, wenn auch nur, um seine eigenen Probleme zu lösen. Die Methoden, die ich aufzeige, werden sehr praktisch orientiert und anwendbar sein und innerhalb der Fähigkeiten einer jeden Person liegen, die sich aufrichtig mit den Problemen befassen möchte, die in der Natur der menschlichen Existenz liegen.

(22.42 Uhr.) Ich werde deutlich machen, dass alle Heilung aus der Akzeptanz einer einzigen grundlegenden Tatsache hervorgeht: dass Materie durch jene inneren Eigenschaften erzeugt wird, die ihr auch Lebenskraft verleihen, dass Struktur aus Erwartung hervorgeht, dass Materie zu jedem Zeitpunkt durch die Aktivierung der kreativen Fähigkeiten, die allem Bewusstsein innewohnen, völlig verändert werden kann.

Betitle bitte, was wir heute Abend erarbeitet haben, als mein Vorwort. Also den diktierten Teil. Ich wünsche euch einen schönen guten Abend.

(„Vielen Dank, Seth. Gute Nacht.“

Ende um 22.47 Uhr. Janes Durchgabe als Seth war ruhig, aber ziemlich schnell gewesen, berücksichtigt man das moderate Tempo, mit dem ich mit meiner eigenen Kurzschrift wortgetreue Notizen machen kann. „Ich glaube, ich habe den halben Titel“, sagte sie, sobald sie aus der Trance war. „Er lautet Die Natur der persönlichen Realität – Bindestrich oder Doppelpunkt –, dann noch etwas, aber den Teil habe ich nicht bekommen. Ich bin ganz plötzlich erschöpft“, fügte sie lachend hinzu, „aber schreib das nicht auf!“

„Ein großartiger Titel“, sagte ich. „Siehst du, wie er sich vom letzten Buch unterscheidet? Ganz schön raffiniert …“ Ich hatte angenommen, Seths nächstes Buch wäre über Reinkarnation. Aber Elemente von diesem Thema können durchaus auch im vorliegenden Buch auftauchen.

Ein paar später angefügte Notizen: Es sollten sechs Monate vergehen, bevor wir auch den Rest des Titels von Seths Buch erfuhren. Während Jane sich vor dem Abendbrot am 25. Oktober 1972 ausruhte, tauchte der ganze Titel in ihrem Bewusstsein auf: Die Natur der persönlichen Realität: Ein Seth-Buch. An diesem Abend führten wir Sitzung 623 durch, die die Kapitel 4 und 5 überbrückte.

Wir baten Seth nie um einen eigentlichen Überblick. Sobald das Buch einmal im Gang war, erkannten wir, dass das nicht notwendig war. Diese Entscheidung ließ Jane auch den größtmöglichen Freiraum.)