Maurizio Vogrig

Die frühen Sitzungen, Band 2

Maurizio Vogrig
Die frühen Sitzungen, Band 2
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Gedruckt und als E-Book online exklusiv erhältlich bei Amazon

Ein weiteres unglaubliches Seth-Buch! In diesem Band geht Seth auf das Thema Reinkarnation und die Erschaffung von Materie durch die inneren Sinne und die Kraft des Unterbewusstseins ein.

Außerdem vermittelt er viele Informationen über Hypnose, Suggestionen und die psychologische Zeit. Auch die alles entscheidende Rolle, die Erwartungshaltung und Emotionen bei der bewussten Erschaffung der persönlichen Realität spielen, wird verdeutlicht.

In Band 2 tauchen Jane Roberts und Robert Butts also noch tiefer ins Seth-Material ein, das für sie inzwischen zu einem Bestandteil des täglichen Lebens geworden ist und sie selbst immer wieder ihre eigenen Lebensumstände hinterfragen lässt.

 

LESEPROBE

SITZUNG 54, 18. MAI 1964, 21:00 UHR, MONTAG

RUBURT UND SETH ALS EINHEIT; DIE IMMERWÄHRENDE INDIVIDUALITÄT; PERSÖNLICHKEITEN ALS WESENHEITEN; BAUMANALOGIEN; VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT; VERÄNDERUNG UND TOD

(Heute Nachmittag besuchte uns John Bradley, unser Freund aus Williamsport, PA. Er war schon mehrmals als Zeuge dabei gewesen und fragte, ob er auch heute Abend teilnehmen könne. Er brachte auch einige Informationen darüber mit, wie zusätzliche Kopien des Materials gemacht werden könnten. Jane und ich sind natürlich sehr daran interessiert. 

(John traf um 20:00 Uhr bei uns ein. Jane war bereits nervös, vor allem weil die Sitzungen der letzten Woche so kurz gewesen waren. Der Schmerz in ihrem Nacken hatte nachgelassen, aber sie hatte ihre mentale Verbindung mit dem fortlaufenden Fluss des Materials verloren und fragte sich, wie ihr das Diktieren gelingen würde. 

(Nachdem John die 3. Sitzung vom 6. Dezember 1993 nachgelesen hatte, bemerkte er, dass Frank Watts, Jane und ich alle zusammen im 4. Jahrhundert v. Chr. in Mesopotamien gelebt hatten. In jenem Leben war ich eine Frau, Frank Watts meine Schwester und Jane unser Bruder namens Seth gewesen. 

(Zur Erinnerung: In den ersten Sitzungen hatten Jane und ich unsere Informationen von Frank Watts erhalten. Seth kündigte uns seine Anwesenheit erst in der 4. Sitzung an. John fragte sich nun, ob der in der 3. Sitzung erwähnte Seth der gleiche Seth ist, der uns jetzt das Material übermittelte. 

(Trotz ihrer Nervosität, begann Jane pünktlich in einer rauchigen, etwas kräftigeren Stimme als sonst zu diktieren, mit durchschnittlicher Geschwindigkeit und wie immer mit dunklen Augen. Sie sprach mit starker Betonung und vielen Gesten.) 

Guten Abend. 

(„Guten Abend, Seth.“

(John: „Hallo Seth, wie geht es dir?“)

Guten Abend, Philip. Nach unseren kurzen Sitzungen der letzten Woche freue ich mich, dass es Ruburt wieder besser geht. Ich schlage vor, dass ihr euch den 23. Mai merkt, das Datum, das ich euch in Bezug auf Miss Callahan gegeben habe und dass ihr an jenem Tag eine gewisse Vorsicht walten lasst. 

(Sobald Seth über Miss Callahan zu sprechen begann, fühlte ich einen Schauder. Dann überflutete mich das vertraute, elektrisierende Gefühl von Kopf bis Fuß, das Seth als Gefühl des Klangs bezeichnet hatte. Ich fühlte es in sehr ausgeprägter Weise und die Nachwirkungen hallten einige Minuten nach.) 

Es war eine gute Idee, das blaue Sofa wegzugeben. Miss Callahan wäre hierher gekommen um es zu suchen und es hätte sich eine unangenehme Situation ergeben. Euren Nachbarn wird sie jedoch nicht behelligen. 

Ihr habt mich nicht gefragt und deshalb habe ich nichts gesagt. Trotzdem gibt es keine Verzerrung im Material, das ihr vorhin gelesen habt. Dein Ruburt war tatsächlich Seth. Dein Ruburt sprach mit meiner Stimme, denn es war seine Stimme. 

Wie ich euch schon oft gesagt habe, handelt es sich bei unseren Sitzungen nicht um eine Invasion. Ich habe versprochen, euch weiteres Material über den psychischen Aufbau der Wesenheit und über ihre Beziehung zu ihren Fragmenten zu geben. Ich konnte euch am Anfang nicht so ausführlich sagen, dass Ruburt und ich eins sind, weil ihr daraus den Schluss gezogen hättet, dass ich Ruburts Unterbewusstsein bin und dem ist nicht so. 

Wenn ihr die Konstruktion der Wesenheiten versteht, werdet ihr auch begreifen, warum das möglich ist. Ruburt ist jetzt, in seinem gegenwärtigen Leben, nicht ich; er ist jedoch eine Erweiterung und Materialisation jenes Seth, der ich einmal war. Nichts bleibt unverändert, am wenigsten Persönlichkeiten und Wesenheiten. Ihr denkt immer noch im Sinne von konkreten Dingen. Ihr könnt eine Wesenheit oder eine Persönlichkeit nicht in der Zeit festhalten, wie ihr das so gerne möchtet. Heute bin ich Seth. Ich erhalte meine Kontinuität aufrecht, aber ich verändere mich trotzdem und Ableger explodieren wie Ströme ins Sein. 

So wie eine Idee sich verändert, so verändern sich auch Wesenheiten, behalten aber trotzdem ihre Individualität und Dauerhaftigkeit bei. Aber ihr könnt keine eingebildeten Barrieren aufstellen und meine Identität, oder auch eure eigene, aufhalten oder einfrieren. 

Ruburt war vor vielen Jahrhunderten Seth, aber er wuchs, entwickelte sich und dehnte sich entlang ganz bestimmter, persönlicher Werterfüllungs-Grundsätze aus. Er ist nun eine wirkliche Gestalt, eine Persönlichkeit, die eine der wahrscheinlichen Persönlichkeiten war, in die Seth hineinwachsen konnte. Ich stelle eine andere dar. Ich bin eine andere. 

Ich habe euch gesagt, dass unzählige Persönlichkeiten, im Sinne von Werterfüllung, als Bestandteil in jedem eurer physischen Atome, Moleküle und kleineren Partikel existieren. So enthält auch jede Wesenheit in sich selbst fast endlose Möglichkeiten im Sinne von Werterfüllung. 

Atome und Moleküle schließen sich zusammen, um Zellen zu formen und Zellen schließen sich zusammen, um physische Organe zu formen; dabei behalten sie aber trotzdem ihre Individualität bei. So wie die Atome und Moleküle aufgrund dieser Gestalt tatsächlich höhere Einsichten gewinnen und daran teilhaben, so bilden auch die Grundbestandteile oder Fragmente einer Wesenheit ständig neue und verschiedene Persönlichkeiten und diese bilden selbst wiederum eigene Wesenheiten. 

Ich weiß, dass das ziemlich schwierig ist, aber wenn ihr die beiden letzten Sitzungen nochmals durchlest, werdet ihr dieses Material vollständig verstehen. Ruburt ist jetzt das Resultat des Seth, der ich einst war, denn ich habe mich seither verändert. Ruburt repräsentiert und ist eine von dem Seth erschaffene Persönlichkeit, der ich war, indem ich mich auf eine bestimmte Ansammlung von Attributen und Fähigkeiten konzentrierte und sie anwendete. Vielleicht trennten wir uns dann, um das Ganze einfacher zu machen, weil das immer nötig ist, wenn verschiedene Möglichkeiten zum Tragen kommen sollen. 

Ruburt hat sich seitdem verändert, wie ich mich auch. Und doch sind wir aneinander gebunden und es kann keine Invasion stattfinden, weil unser psychisches Territorium sozusagen das Gleiche ist. Ich werde später auf den Aufbau von Wesenheiten eingehen. Mein eigenes emotionales Gefühl strebt nach außen, das heißt, es geht sehr oft weg von Ruburt, doch grundsätzlich sind wir versucht, uns als Einheit zu denken, obwohl eigentlich nur unsere Wurzeln die Gleichen sind. 

Ich schlage vor, die erste Pause zu machen. 

(Pause um 21:27 Uhr. Jane sagte, sie sei in nicht allzu tiefer Trance gewesen. Während der Pause informierten wir John so gut wir konnten über das bereits durchgegebene Material. Als Jane weiterdiktierte, wurde ihre Stimme etwas bedächtiger. Weiter um 21:34 Uhr.) 

Obwohl es so scheinen könnte, besteht kein Widerspruch zwischen der Tatsache, dass alle Wesenheiten existierten, bevor euer Planet erschaffen wurde und der Tatsache, dass Fragmente neue Wesenheiten hervorbringen. Ich habe euch gesagt, dass euer Konzept von Ursache und Wirkung fehlerhaft und altmodisch ist. Ich habe auch gesagt, dass die Ursache und Wirkung-Theorie nur aufgrund eurer Theorie über Zeit und Kontinuität logisch ist. Wenn Zeit, wie ihr sie euch denkt, nicht existiert – und das tut sie nicht – dann kann auch die Ursache und Wirkung-Theorie nicht richtig sein. 

Ich habe euch gesagt, dass alles Bewusstsein in der geräumigen Gegenwart existiert, die gleichzeitig spontan und dauerhaft ist. Es liegt daher kein Widerspruch in der Aussage, dass Wesenheiten vor der Geburt eures Planeten existierten, obwohl es in eurer Zeit scheint, dass neue Wesenheiten zu Bewusstsein gebracht werden. 

Bei ihrer Materialisierung auf eurer Ebene und von eurer eigenen Camouflage-Perspektive aus gesehen scheint ihr euch neuer Wesenheiten gewahr zu sein, dies aber nur aufgrund eures eigenen begrenzten Standpunkts. In eurem Zeitschema hatten Wesenheiten Zeit, um mehr Fragmentpersönlichkeiten zu erschaffen, aber tatsächlich kann von eurem Standpunkt aus gesehen werden, dass sich diese Persönlichkeiten schon vor langer Zeit verändert haben. 

Die alte, abgedroschene Analogie passt hier immer noch sehr gut: Wenn ihr durch einen Wald geht, findet ihr viele Bäume. Die Zeit kann in der Tat als der ganze Wald betrachtet werden. Ihr seht nun aber einen Baum vor euch und nennt ihn die Zukunft. Ihr denkt, der Baum sei noch nicht da gewesen, weil ihr noch nicht bis zu ihm gelangt seid. Den Baum, der hinter euch steht, nennt ihr Vergangenheit. Ihr geht also sozusagen einen einzigen, sehr schmalen, Pfad entlang, aber es gibt viele Pfade. Der Wald existiert als Ganzes. Ihr könnt sozusagen vorwärts, aber auch rückwärts gehen, obwohl ihr erst jetzt lernt, wie das zu machen ist. 

Wir wollen diese Analogie einen riesigen Schritt weiterführen. Nun betrachten wir, wenn ihr das begreifen könnt, den ganzen Wald als die geräumige Gegenwart. Die Bäume vergleichen wir mit vielen Bewusstheiten, die alle gleichzeitig existieren und doch nimmt dieser Wald der geräumigen Gegenwart keinen Raum ein, so wie ihr den Begriff Raum versteht. 

Es gibt hier keine Vergangenheit, keine Gegenwart und keine Zukunft in eurem Sinne, sondern nur ein Jetzt. Wegen der unzähligen Möglichkeiten innerhalb von diesem Jetzt wird die Dauerhaftigkeit im Sinne von Werterfüllung, also der Erfüllung von buchstäblich nie endenden Werten, aufrecht erhalten. Deshalb dehnt sich der Wald ständig aus. Erinnert euch an eure Theorie des expandierenden Universums. Es dehnt sich jedoch weder räumlich noch zeitlich aus, sondern als Erfüllung von Fähigkeiten und Werten, die auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Erscheinungsformen aufgebaut werden; eine davon ist eure gegenwärtige Existenzebene. 

Und auf jeder dieser Existenzebenen gibt es eine Widerspiegelung der Grundgesetze der geräumigen Gegenwart selbst, der Grundgesetze, die ich im Begriff bin, euch jetzt zu geben. Es ist daher nicht nötig, sich eine bestimmte Gruppe von Wesenheiten vorzustellen, die vor der Geburt eures Planeten existierte. Ich habe gesagt, dass alle Wesenheiten, die je auf eurer Ebene wohnen würden, schon existierten und tatsächlich auch an der Erschaffung eures Planeten beteiligt waren. 

Ich habe auch gesagt, dass neue Wesenheiten geformt wurden, aber innerhalb des Bezugssystems der geräumigen Gegenwart ist das alles spontan. Der Widerspruch erscheint nur nach euren Maßstäben als Widerspruch. Für mich besteht er nicht. Aus praktischen Gründen mögt ihr in eurem Sinne wahrheitsgemäß sagen, dass Wesenheiten einfach nur Zeit hatten, um weitere Persönlichkeiten zu entwickeln. Aber ich möchte unbedingt festhalten, dass das nur innerhalb eures eigenen Zeitgerüstes wahr ist. 

Es gibt noch sehr viel mehr, das über eine Spontaneität gesagt werden muss, die auch dauerhaft ist. Ich habe auch gesagt, dass eure eigene gegenwärtige Existenz simultan abläuft; ihr nehmt sie jedoch in Zeitlupe wahr. 

Ich schlage eine Pause vor. Wenn das bis jetzt nicht ausreichte, um euch aufzulösen, dann kann euch nichts mehr geschehen. Ihr seht jetzt, dass ihr Millionen Mal auseinander genommen und auf verschiedene Arten wieder zusammengesetzt worden seid und doch behaltet ihr das innere Ego und, in anderen Worten, eure eigene Identität bei. Aber diese Identität muss sich verändern. Und auch das ist kein Widerspruch. Nichts kann statisch sein und, ob ihr es glaubt oder nicht, nichts ist statisch. 

(Pause um 21:58 Uhr. Jane war in der üblichen Trance. Sie nahm das Diktat in der gleichen energischen Art um 22:08 Uhr wieder auf.) 

Eine Wesenheit kann in gewisser Weise tatsächlich mit einem Baum verglichen werden, der viele Samen hervorbringt. Alle Samen sind individuell, besitzen aber das nötige Potenzial, um selbst zu vollständigen Wesenheiten zu werden. 

Viele tun das, wie ich schon sagte. Das heißt, viele Fragmentpersönlichkeiten werden Wesenheiten. Wir beschäftigen uns hier aber mit einem psychischen Baum und die Samen oder Persönlichkeiten, die sich nicht zu Wesenheiten entwickeln, tun das aufgrund ihres eigenen Entschlusses nicht. 

Ich gehe noch weiter und schockiere euch noch mehr, indem ich sage, dass normale Samen, die sich nicht entwickeln, dies nicht wegen mangelhafter Umweltbedingungen nicht tun, sondern weil sie sich an einem bestimmten willkürlichen Punkt entschieden haben, sich nicht in dieser Form zu entwickeln. 

Das trifft auf alle Arten Samen von Blumen, Bäumen oder Menschen zu. Ich habe euch gesagt, dass das Bewusstsein in allen Dingen und die Kraft hinter allen Dingen ist. Die Wesenheit selbst verändert sich dauernd und eine Wesenheit kann sich tatsächlich auch entscheiden, zu zerfallen. 

Ihr seht den Wachstumsprozess aufgrund eurer veralteten Ursache- und Wirkung-Theorie auf eine sehr verzerrte Art. Wachstum auf eurer Ebene ist nur die Widerspiegelung oder eine der Widerspiegelungen von Werterfüllung, durch die verzogene Linse eurer Perspektive gesehen. 

Veränderung, wie ihr wissen solltet, beinhaltet nicht nur Wachstum, sondern auch eine vollständige Desorientierung, um Raum für eine andere, vielleicht neuere Orientierung zu schaffen. Ihr betrachtet Werterfüllung im Sinne von Wachstum und betrachtet daher Zerfall als eine psychische Auflösung und Tod. Das heißt, ihr seht ein Ende als logische Folge von jedem Anfang. 

Das ist sehr bedauerlich, denn hier handelt es sich nur um eine Veränderung der Form, um ein Übergehen von einer Form in eine andere. Es gibt keinen tatsächlichen Todespunkt, wie ihr ihn euch vorstellt. Ihr könnt auch für den individuellen Tod keinen bestimmten Zeitpunkt feststellen, sowenig wie ihr einen Zeitpunkt für eine individuelle Geburt festlegen könnt. 

Der Wandel verläuft immer stufenweise, sogar wenn es sich um eure eigene Perspektive handelt. Der Wandel verläuft stufenweise, weil der Wandel spontan vonstatten geht. Wäre der Wandel nicht spontan und fände er nicht beständig und erneut statt, dann könntet ihr sagen: „Das ist jetzt der Moment der Geburt oder des Todes.“ 

Sogar auf eurer eigenen Ebene enden die physischen Bilder nicht auf einen Schlag, wie ihr es auch bei einem Leichnam sehen könnt. An einigen Orten in eurem Land glaubt man ja auch, dass niemand wirklich tot ist, bis alle, die ihn kannten, auch tot sind. Und das stimmt. 

Das stimmt, denn alle, die einen bestimmten Menschen kennen, erschaffen sich ein eigenes Bild von ihm, wie er sich auch ein Bild von ihnen erschafft. Solange wie die Erinnerung an einen bestimmten Menschen besteht, solange existiert diese Persönlichkeit immer noch auf eurer Ebene – und das ist nicht immer zu ihrem Vorteil. 

Ich habe wie immer noch mehr dazu zu sagen. Ich schlage aber zuerst eine Pause vor. Denkt daran, dass ich noch mehr zur Konstruktion der Wesenheit sagen werde; dabei ist die Baum-Analogie sehr dienlich, weil nicht alle unserer eingebildeten Samen sich zu Bäumen entwickeln. Das heißt nicht unbedingt, dass hier ein Mangel besteht, sondern nur, dass sich ein bestimmtes Bewusstsein aus was für Gründen auch immer nicht vollständig in eine bestimmte Form materialisieren oder bestimmte Fähigkeiten in eine besondere Richtung entwickeln will. Es kann sich auch um eine notwendige Erholungsphase handeln. 

Und nun könnt ihr also auch eure Erholungsphase machen. 

(Pause um 22:27 Uhr. Jane war in der üblichen Trance. Sie fuhr um 22:33 Uhr weiter.) 

Zur gleichen Zeit wie ihr begreift, wovon ich spreche, erfasst ihr gleichzeitig auch alles, was ich sage. Sonst ergäbe das Ganze für euch überhaupt keinen Sinn. 

Ein gewisses Niveau an persönlichem Verständnis und eine Mischung von persönlicher Disziplin und Freiheit sind notwendig. Um die Durchgabe dieses Materials zu ermöglichen, müsst ihr bereits eine bestimmte Stufe an innerer Freiheit erreicht und eine gewisse Fähigkeit erlangt haben, eure eigene Existenz hinter den Camouflage-Mustern, mit denen ihr euch gewöhnlich befasst, zu erkennen. 

Ihr habt über so genannte Medien gelesen – und ich verabscheue diesen Ausdruck – die unzusammenhängendes Geschwafel durchgeben und erklären, dass der so genannte Geist nicht durchgekommen sei. Dennoch bedeutet in einem solchen Fall das so genannte Geschwafel, wenn es echt ist, dass auf diese Weise weder neue Erkenntnisse noch Wissen von einer Wesenheit, die von einer anderen Ebene aus spricht, uneingeschränkt übermittelt werden können. 

Die Individuen, die solches Wissen erhalten, sind bereits fähig, es zu verstehen und ihr eigenes inneres Ego hilft ihnen bei diesem Verstehen. Der Grund, weshalb ich gegen die tiefe Trance war, liegt darin, dass ich es vorziehe, mit euch auf eine Art zu arbeiten, bei der ihr fähig seid, dieses Wissen bewusst zu gebrauchen und auch spürt, dass ihr selbst an der Durchgabe beteiligt seid. Wir werden nun zu einem der Grundgesetze des Universums und der geräumigen Gegenwart gehen, das offensichtlich einiger Erklärungen bedarf: demjenigen der Schöpfung. Auf eurer Ebene enthält jedes Atom und jedes Molekül das Potenzial für jede physische Konstruktion, wie auch immer sie sein mag. Jedes Atom und Molekül enthält, wie ich schon sagte, ein allgemeines Bewusstsein, dem alle Grundgesetze bekannt sind und dazu ein begrenztes, aber klar bestimmtes Selbstbewusstsein. 

Dieses Selbstbewusstsein in jedem Atom und Molekül bestimmt, welche Art Zelle oder Kombination das bestimmte Atom oder Molekül formen wird. Die Zellen, als Gestalt, enthalten die individuellen, bewussten Bestandteile, die dann ein Bewusstsein formen, das größer ist als das Bewusstsein der individuellen Bestandteile und auch verschieden in Umfang und Fähigkeiten. 

In anderen Worten: Das Ganze ist in fast jedem Fall mehr als die Summe seiner Teile. Das innere Bewusst- sein der individuellen Atome und Moleküle hat sich aber nicht verändert, aber alle verbinden sich, um diesen extral– 

(„Warte einen Moment, wie buchstabiert man das?“) 

E-x-t-r-a-l-Wert zu formen, das heißt einen Wert, der größer ist als die Summe seiner individuellen Teile. 

Die Zellen verbinden sich zu anderen Mustern und formen sich schließlich zu euren physischen Organen. Wenn der ganze physische Körper aufgebaut ist, dann ist das individuelle Persönlichkeits-Bewusstsein wiederum mehr als die Summe seiner einzelnen Bestandteile. 

Es ist mehr als das kombinierte Bewusstsein seiner Atome. Hier habt ihr eure Schöpfung und diese ständig stattfindende Schöpfung ist, wie ich gesagt habe, eines der Gesetze des inneren Universums. Wir wissen jetzt, dass das hinter jedem Atom und Molekül stehende Bewusstsein jedem Atom und Molekül die physische Konstruktion ermöglicht hat. Das heißt also, dass das Bewusstsein zuerst kam. 

Das Bewusstsein kommt immer zuerst und zwar in Form von individualisierten, machtvollen Energieteilen, die das grundlegende oder innere Universum bilden. Sie materialisieren sich auf eurer Ebene und formen ihre Bausteine. Die Schöpfung, die verursacht, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile, steht einfach für die inneren Identitäten, für die Menge dieses Bewusstseins, der es nicht möglich ist, sich gänzlich auf der physischen Ebene zu materialisieren. In anderen Worten: Kein Bewusstsein materialisiert sich vollständig auf der physischen Ebene. 

Ich schlage eine Pause vor. Dieser letzte Punkt ist sehr wichtig und ihr müsst euch daran erinnern, denn ich erhalte mehr Hilfe von euch und von euren inneren Egos als ihr realisiert. 

(Pause um 22:56 Uhr. Jane war in der üblichen Trance. Da die Sitzung in etwa einer halben Stunde fertig sein würde, stellte sie eine Pfanne mit einem vorgekochten Hühnchen zum Aufwärmen auf den Herd. 

(Neugierig über Janes Durchgabe des Wortes ‚extral’ schlug ich in Websters Wörterbuch nach. Die Vorsilbe ‚extral’ war nicht aufgeführt, auch nicht extralvalue (Extralwert; Anm.d.Ü.). Es gab jedoch das Wort ‚extralimitary’ mit der Bedeutung außerhalb der Limite oder Grenze. Man könnte sagten, dass die Untertöne der beiden Worte ‚extralvalue’ und ‚extralimitary’ gleich waren. Jane spekulierte, dass aufgrund ihres Lateinunterrichts Seth ihr Unterbewusstsein gebraucht hatte, um einen neuen Begriff zu schaffen. 

(Jane diktierte um 23:05 Uhr weiter.) 

Eine kleine Bemerkung zu Ruburts ASW-Buch: Ich hoffe doch sehr, dass er jetzt realisiert hat, dass außersinnliche Wahrnehmung in jeder Beziehung eine klägliche Bezeichnung ist. Wahrnehmung der inneren Sinne wäre eine viel genauere Bezeichnung. Trotzdem ist er weit voraus, denn er ließ das Material anderer Forscher weg und verließ sich nur auf sein eigenes. 

Es gibt natürlich, wenn ich das hier sagen darf, keine Forscher, die einen so außerordentlichen Lehrmeister haben wie ihr ihn habt und eure eigenen Experimente mit psychologischer Zeit werden euch bestimmt noch mehr als genug zu sagen geben und euch später auch Beweismaterial liefern, das nicht mehr negiert werden kann. 

Eine kurze Bemerkung noch an Philip, mit dem Dank für seine Überlegungen: Bereits beginnen sich Veränderungen bei den führenden Personen seines Unternehmens abzuzeichnen. Ein R.G. könnte für ihn in dieser Beziehung entweder jetzt oder in Zukunft wichtig werden. 

(Zur Erinnerung: Philip ist der Name, den Seth für John Bradleys Wesenheit angab. John hatte uns nicht gesagt, dass er annahm, es stünden in seiner Firma Searle Drug Änderungen bevor, aber nach der Sitzung meinte er, dass das sehr wohl möglich sei. Searle befand sich in einem harten Konkurrenzkampf und neue Ansätze und vielleicht auch neues Personal waren nötig, um gewisse Probleme zu lösen. 

(Jane sagte, dass sie bei der Durchgabe der Initialen R.G. in ihrem Kopf auch die Initialen I und L gesehen habe, fast so, als ob sie dort aufgeschrieben worden seien, damit sie sie lesen könne. Sie realisierte das erst später, als sie anderes Material durchgab und so erwähnte sie es erst, nachdem John bereits gegangen war. John sagte, die Buchstaben R G hätten für ihn im Moment keine Bedeutung.) 

In unserer nächsten Sitzung werde ich euch weiteres Material über die inneren Gesetze des Universums durchgeben und euch nochmals aufzeigen, wie erbärmlich unzulänglich die so genannten Gesetze des Universums sind, mit denen eure Wissenschaftler sich beschäftigen; sie sind das Resultat der gleichen Art von Verzerrung wie eure Ursache und Wirkung-Theorie. 

Es gibt eine Wahrheit hinter der Ursache und Wirkung-Theorie, aber sie ist weit entfernt von eurer Vorstellung und hat nichts mit Kontinuität zu tun. Das mag zum jetzigen Zeitpunkt schwer vorstellbar sein, aber eine Dauerhaftigkeit wie diejenige der geräumigen Gegenwart hat nichts mit eurer Vorstellung von Kontinuität im Sinne von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zu tun. 

Was deine Experimente mit psychologischer Zeit betrifft, Joseph, werden wir ihnen in Kürze eine ganze Sitzung widmen. Ich wollte noch abwarten und sehen, welchen Erfahrungsumfang du dabei erreichst, weil ich deine Experimente und deine Erfahrung als Basis gebrauchen will, um weitere Diskussionen über die inneren Sinne zu führen, mit denen ihr bis jetzt noch nicht so vertraut seid. 

Ich habe auch erwähnt, dass in der gleichen Art, wie eure äußeren Sinne das Camouflage-Universum wahrnehmen können und innerhalb seiner Gesetze handeln, auch die inneren Sinne ausgerüstet sind, um das innere grundlegende Universum wahrzunehmen und unmittelbar mit seinen Gesetzen vertraut sind. 

Durch die inneren Sinne könnt ihr also die inneren Gesetzmäßigkeiten wahrnehmen und erinnert euch daran, dass das innere Ego weiß, worum es hier geht. Der Intellekt des äußeren Egos ist nur ein bleiches Abbild eures eigenen inneren Egos. Auch darauf werden wir später noch eingehen. 

Ihr entdeckt nun selbst durch eure eigenen Experimente mit der psychologischen Zeit, dass es grundsätzlich keine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gibt und ihr werdet auch ganz direkt anderes Material erfahren, bevor ich es euch durchgegeben habe. 

(Seit der letzten Pause um 22:56 Uhr befand sich das Hühnchen nun auf dem Herd. Man hätte es ein paar Mal umdrehen sollen, denn es zischte ziemlich laut. Nun begann es zu rauchen und John stand auf, um es zu wenden. Während dieser Zeit ging Jane viele Male vor dem Eingang zur Küche hin und her, ohne in irgendeiner Form darüber beunruhigt zu sein.) 

Nebenbei bemerkt schlage ich vor, dass Ruburt in den nächsten Tagen Miss Callahan einen kurzen Besuch abstattet. Und lest eure eigenen Beschreibungen der psychologischen Zeit-Experimente nach. Ich schlage auch vor, dass Ruburt sich mit dem, was er die Ekstase-Erfahrung nennt, Zeit lässt, weil wir nicht möchten, dass er zu weit und zu schnell vorgeht. 

Ich habe nicht erkannt, dass diese bestimmte Erfahrung schon so bald stattfinden würde. Sie deutet tatsächlich auf eine erstaunliche Fähigkeit hin, die gesamte innere Energie bündeln zu können – in anderen Worten: die gesamte, der Persönlichkeit aus dem inneren Universum innewohnende Energiemenge aufzubieten und zu bündeln. Diese Fähigkeit muss mit großer Zurückhaltung und Disziplin angewandt werden. Es darf nie gestattet werden, sie für die Zwecke von Gefühlen zu brauchen, die zum äußeren Ego gehören. 

Das wäre sehr unerfreulich, denn wenn eine solche Energie unwissentlich gebraucht wird, zum Beispiel weil Ruburt sich über eine bestimmte Person geärgert hat, könnte das zu unvorteilhaften Umständen für diese Person führen und das hat nichts mit Hexerei zu tun. Jegliche Energie kann für fast jeden Zweck gebraucht werden. 

Es besteht hier jedoch nur eine geringe Gefahr. Bis andere Experimente aber nicht ausprobiert worden sind, schlage ich mit Nachdruck vor, dass Ruburt es nicht allzu oft versucht. Wir werden damit das Mittel für einige hervorragende, zukünftige Demonstrationen haben. Das wollte ich noch anfügen. 

Und nun werde ich die Sitzung beenden. Ich hoffe, dass ihr alle euer Hähnchen genießt. Mir hat das nie besonders geschmeckt. Nochmals vielen Dank an Philip und euch allen einen ganz besonders schönen Abend. 

(„Gute Nacht, Seth“)

([John]: „Gute Nacht, Seth“.) (Ende der Sitzung um 23:30 Uhr. Jane war in der üblichen Trance. Erst am Ende dieser Sitzung merkte ich, dass ich überhaupt keinen Krampf in der Hand gehabt hatte. Ich glaube, das war das erste Mal. (John Bradley nahm Band I des Seth-Materials mit, der aus den ersten 15 Sitzungen [Durchschläge] bestand. Zwei seiner Bekannten hatten sich anerboten, das Material abzutippen und John dachte, dass diese Menge Material [147 Seiten] genügen würde, um ihr Interesse und ihr Durchhaltevermögen zu testen. Er würde in zwei Wochen wiederkommen.)